Digitale Fachinformation und -kommunikation

 

Mit der Etablierung von E-Mail und World Wide Web in den Geschichtswissenschaften unterliegen Fachinformation und -kommunikation einer nicht nachlassenden Veränderungsdynamik. In Bibliotheken und Archiven, wie auch in Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind institutionelle Strukturen entstanden, die ein breit gefächertes Angebot von niederschwelligen Kommunikationsformen wie Mailinglisten, Websites oder Blogs bis hin zu umfassenden Fachdatenbanken und Publikationsplattformen bieten. In den letzten Jahren hat dabei vor allem das ‚Social Web‘ mit neuen Formen digital gestützten Formen der Zusammenarbeit, der Kontaktpflege und des Austausches neue Kommunikationsformen etabliert. Die Recherche nach Forschungsliteratur, Quelleneditionen und anderen relevanten Publikationsformen sind zentraler Bestandteil des geschichtswissenschaftlichen Arbeitsalltags. Bibliothekskataloge, Fachbibliographien, Publikationsplattformen, Nachschlagewerke und Suchportale erleichtern das Arbeiten mittels moderner Datenbank- und Suchmaschinentechnologie in Forschung und Lehre. Quellen und Forschungspublikationen wiederum sind heute selbstverständlicher Teil wissenschaftlichen Arbeitens. Die Vernetzung dieses in Deutschland stark diversifizierten Angebots erhält stärkere Konturen durch die Zusammenarbeit klassischer Fachinformationseinrichtungen mit der Fachwissenschaft, aber durch eine zunehmende Internationalisierung Im Zuge von Kooperationen mit europäischen und außereuropäischen Partnern. Nicht zuletzt rücken forschungsinduzierte Daten (Forschungsdaten) und deren Integration in gewachsene Informations- und Kommunikationsstrukturen in den Fokus von Informationsanbietern wie auch der Fachwissenschaft.
Die Arbeitsgruppe wird sich mit den Anforderungen der Geschichtswissenschaft an die Bereitstellung von Fachinformationsdiensten und Kommunikationsangeboten und mit den Möglichkeiten der Nutzung in Forschung und Lehre befassen. Darüber hinaus wird die Arbeitsgruppe Fragen der Weiterentwicklung bestehender Fachinformationsangebote behandeln, mit dem Fokus auf deren weiterer Vernetzung und der künftigen Ausgestaltung nationaler wie internationaler Informationsinfrastrukturen.

Koordination: Thomas Meyer gemeinsam mit Gregor Horstkemper, Mareike König und Katrin Moeller