Digitales Arbeiten in den Geschichtswissenschaften

 

Digitale Geschichtswissenschaft bezeichnet in einer weiten Definition die Nutzung digitaler Medien, Werkzeuge und Methoden für historische Praktik, Präsentation, Analyse und Forschung. Ihre Vorgänger hat die digitale Geschichte in der quantitativen Geschichte, in Cliometrics sowie in History and Computing. Als Hauptveränderung der letzten Jahrzehnte kann die große Anzahl an digital im Internet vorhandenen Quellen gelten. Dazu kommen neue und zunehmend web-basierte Werkzeuge und Methoden, um diese Quellen zu filtern, zu modellieren, zu analysieren und aufzubereiten. Insbesondere die computergesteuerte quantitative und qualitative Analyse und Erschließung großer Datenmengen sowie die Visualisierung komplexer Datenstrukturen können neue erkenntnisleitende Ziele und Fragen im Bereich der Geschichtswissenschaft generieren. Eine Herausforderung liegt darin, hermeneutische Herangehensweisen mit digitalen Methoden zu verbinden. Darüber hinaus sollte der Fokus nicht allein auf Werkzeugen und Daten liegen. Die AG möchte methodische und epistemologische Überlegungen stärker in den Mittelpunkt der Überlegungen rücken.

Koordination: Mareike König gemeinsam mit Martin Dröge, Peter Haslinger, Torsten Hiltmann und Katrin Moeller