Mitteilungen aus dem Verband

Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte

10. – 12. November 2017 AUF AUGENHÖHE?! Beziehungsgeschichte(n) Vorträge – Filme – Podien –...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Konferenz: Building from Ashes, 3.-5.12.2017, Frankfurt

Building form AshesJews in Postwar Europe (1945—1950)International Conference 3—5 December...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Veranstaltungen

Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden / Galerie Neue Meister, mit freundlicher Unterstützung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung
08.12.2017, Dresden, Albertinum
Deadline: 01.12.2017

RSS |  Weitere Veranstaltungen (H-Soz-u-Kult) »

In der Zeit vom 25. bis 28. September 2018 findet an der Westfälischen Wilhelms-UniversitätMünster (WWU) der 52. Deutsche Historikertag statt. Er steht unter dem Motto „Gespaltene Gesellschaften“. Partnerland des 52. Deutschen Historikertages werden die Niederlande sein.

englische Version


Zahllose politische und soziale Zerreißproben stellen uns heute vor erhebliche neue Herausforderungen. Soziale Ungleichheit, religiös grundierte Auseinandersetzungen oder auch neue Formen des Nationalismus, der auf eine zunehmende Globalisierung reagiert, spalten viele Gesellschaften. Diese Herausforderungen sind jedoch keine Besonderheit unserer Zeit. Soziale, kulturelle, ökonomische, aber auch religiös, ethnisch oder rechtlich begründete Spaltungen sind ein Phänomen aller Zeitepochen und Weltregionen. In allen Jahrhunderten hat man um den Konsens innerhalb der Gesellschaft ebenso wie mit den Nachbarn immer wieder existentiell gerungen. Die Geschichtswissenschaft kann in dieser aktuellen Debatte dazu beitragen, Prozesse gesellschaftlicher Spaltung und deren Wahrnehmung einzuordnen, zu hinterfragen und zu einem vertieften Verständnis beizutragen.

Vorstand und Ausschuss des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) verbinden mit dem Motto auch die Frage, welche konkurrierenden Narrative und Utopien sich innerhalb von Gesellschaften ausbilden und welcher Umgang mit ihnen zu beobachten ist. Was geschieht mit Gesellschaften, die durch autokratische oder diktatorische Systeme in besonderer Weise geschlossen werden, um nach außen Einheit und Stärke zu demonstrieren? Inwieweit gehören umgekehrt gefragt, Formen der Spaltung zu einer offenen Gesellschaft und können produktive Prozesse anstoßen? Die jeweiligen Geschichtsdeutungen oder Weltsichten legitimieren regelmäßig den eigenen Standpunkt und lassen sich deshalb politisch instrumentalisieren. Da sie ihrerseits wirklichkeitsformende Kraft entwickeln, betrifft diese Dynamik nicht zuletzt das ebenso vielschichtige wie viel diskutierte Spannungsverhältnis von historischen Fakten und Fiktionen. Die Problematik der „gespaltenen Gesellschaften“ gehört deshalb zu den zentralen Fragen der Geschichtswissenschaft, ihrer methodischen Zugänge und nicht zuletzt auch des Selbstverständnisses des Faches. Auf dem 52. Deutschen Historikertag vom 25. bis 28. September 2018 an der WWU in Münster soll auch erörtert werden, welche (normativen) Ordnungsvorstellungen der Diagnose einer ‚Spaltung‘ bzw. ‚Einheit‘ zugrunde liegen.

Partnerland des 52. Deutschen Historikertages wird mit den Niederlanden diesmal ein westliches Nachbarland Deutschlands sein. Die Verbindung Münsters zu den Niederlanden ist traditionell eng. Nicht nur, dass mit dem „Friede von Münster“ 1648 die Geburt der Niederlande einherging, es existieren seitdem vielfältige kulturelle und wissenschaftliche Beziehungen, die weiter vertieft werden sollen.

Das Vorbereitungsteam des größten geisteswissenschaftlichen Kongresses in Europa nahm Anfang Dezember 2016 seine Arbeit auf. Althistoriker Prof. Dr. Peter Funke von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) steht dem Organisationskomitee in Münster als Sprecher vor.

Hier finden Sie den Call for Sessions und hier können Sie Ihre Sektion einreichen.

Standflächen und Anzeigen

Aufsatzpreis

Carl-Erdmann-Preis

Hedwig-Hintze-Preis

Doktorandenforum