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Mitgliederversammlung des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands wählt neuen Vorstand

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Neuer weiterbildender Masterstudiengang Politisch-Historische Studien

Ab Januar 2017 startet an der Universität Bonn, vorbehaltlich der Akkreditierung, der neue...

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Veranstaltungen

Prof. Dr. Erdmute Alber (Bayreuth, GER), Prof. Dr. David Warren Sabean (Los Angeles, USA), Prof. Dr. Simon Teuscher (Zurich, SUI), Prof. Dr. Tatjana Thelen (Vienna, AUT)
06.10.2016–07.10.2016, Bielefeld, Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF), Methoden 1, 33615 Bielefeld

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Der 49. Deutsche Historikertag hat in der Zeit vom 25. bis 28. September 2012 an der Johannes-Gutenberg-Universität unter dem Schwerpunktthema

„Ressourcen – Konflikte“

stattgefunden. Konflikte um Ressourcen zählen zu den bestimmenden Erscheinungen menschlicher Geschichte und prägen insbesondere Phasen historischen Strukturwandels. In einem ganz basalen Sinne ist das Überleben und die Entwicklung von Menschen und Menschengruppen davon abhängig, dass genügend Ressourcen zur Verfügung stehen, durch eigene Anstrengung erzeugt oder auf andere Weise angeeignet werden können. Sind Ressourcen knapp oder stark asymmetrisch verteilt, gibt es unterschiedliche Reaktionsweisen: Sie lassen sich friedlich – etwa durch Technik – vermehren und ersetzen, sich in bestimmten Maße umverteilen oder aber durch Konflikte erringen. Diese gewinnen vor allem dann an Brisanz, wenn die Ressourcenknappheit den Akteuren als existentiell erscheint. Folgerichtig zählen Ressourcenkonflikte zu den zentralen Erfahrungen der Menschheit, die maßgeblich zur Ausgestaltung von Institutionen und Mechanismen der Konfliktstrukturierung oder -vermeidung beigetragen haben. Dabei ist die Auseinandersetzung um materielle wie kulturelle häufig mit tieferliegenden Konflikten verbunden, bei denen es darum geht, Ziele unterschiedlichster Art auch gegen Widerstand durchsetzen zu können. Politische Handlungsfähigkeit hängt nicht zuletzt vom Zugang zu materiellen und immateriellen Ressourcen ab; religiöse Handlungen bedürfen auch der Verfügung über entsprechende Heilsressourcen und  wissenschaftliche Arbeit oder kulturelle Produktivität sind – um ein letztes Beispiel zu nennen – nicht  zuletzt vom  Zugang zu dem entsprechenden Wissen, Techniken und adäquater Bildung abhängig. 

Das Motto des Historikertages zielte besonders auf Fragen:

  • des Formen- und Bedeutungswandels von Ressourcen in verschiedenen Kontexten
  • der Verfügbarkeit und Vermehrbarkeit von knappen – materiellen wie immateriellen – Ressourcen und des Umgangs mit ihnen
  • der inner- bzw. zwischengesellschaftlichen Konflikte um Ressourcenzugang und -verteilung und ihre ökonomischen und sozialen Dimensionen
  • der Handlungsfähigkeit und Legitimierung politischer Einheiten hinsichtlich des Ressourcenzugangs, der -vermehrung und der -verteilung
  • der zwischen politischen Organisationen oder sozialen und/oder ethnischen Gruppen  ablaufenden Formen von Konflikten um Ressourcenzugang und deren Regulierung durch Gewalt, Recht und Gewohnheit
  • des Wandels von Ressourcenkonflikten im Zuge ökonomischer, technischer und sozialer Umwälzungen
  • die Formen kultureller und religiöser Ressourcen, des Zugangs zu ihnen und ihrer Bedeutung für die Legitimität bzw. Auflösung oder Veränderung staatlicher oder religiöser Ordnungen.

Einen Pressespiegel sowie Impressionen und Redeauzüge der Eröffnungsveranstaltung am Dienstagabend, der Preisverleihung mit Festvortrag am Donnerstagabend und des Abschlussvortrages am Freitagabend haben wir für Sie unter www.historikertag.de zusammengestellt.

 

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