Mitteilungen aus dem Verband

Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte

10. – 12. November 2017 AUF AUGENHÖHE?! Beziehungsgeschichte(n) Vorträge – Filme – Podien –...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

CfP: 100 Jahre Frauenwahlrecht

FEMINA POLITICA ZEITSCHRIFT FÜR FEMINISTISCHE POLITIKWISSENSCHAFT Call for PapersHeft...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Veranstaltungen

Enrico Acciai, Marie Sklodowska-Curie Fellow, University of Leeds; Nir Arielli, International History, University of Leeds
10.07.2018–11.07.2018, Leeds
Deadline: 31.01.2018

RSS |  Weitere Veranstaltungen (H-Soz-u-Kult) »

05.09.2017 13:38

Konferenz: Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa

Datum: 10./11.10.2017

Ort: Böll-Stiftung, Schuhmannstr. 8, 10117 Berlin

Organisation: Prof. Dr. Frank Bösch, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Dr. Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

in Kooperation mit dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD)

Die Geschichtspolitik ist in den letzten Jahren in vielen Ländern Europas in Bewegung geraten. Durch den neuen Nationalismus hat die Geschichte für die Legitimation politischer Positionen an Bedeutung gewonnen und staatliche Instanzen greifen immer stärker in Geschichtsdeutungen ein. Von Polen bis hin zur Türkei werden nationalistische Lesarten gefördert, die die Erfolge des eigenen Landes und der heimischen Kultur unterstreichen sollen. Die Interventionen gegen das Museum des Zweiten Weltkriegs oder auch gegen die Central European University (CEU) zeugen 2017 davon. Der auch im Westen erfolgreiche Rechtspopulismus erhebt zunehmend ähnliche Forderungen.
Das Symposium diskutiert diese aktuellen Geschichtspolitiken im europäischen Vergleich. Historiker_innen aus den jeweiligen Ländern debattieren mit deutschen Expert_innen für die Regionen darüber, welche Eingriffe bestehen, welche Folgen sie haben und inwieweit sich Widerstand dagegen etabliert. Im Mittelpunkt stehen dabei direkte politische Interventionen, wie etwa Vorgaben für Museen und Gedenkstätten. Über eine Bestandsaufnahme hinaus fragt die Konferenz nach möglichen Lösungen für diese Konflikte über die Vergangenheit.

Dienstag 10. Oktober 2017
18:30-20:30 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam)/Dr. Marianne Zepp (Böll-Stiftung)

Patriotische Kampfzone: Geschichtspolitik in Polen
Prof. Dr. Pawel Machcewicz (ehem. Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs, Danzig)
Dr. Florian Peters (Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin)
Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz (Universität Breslau, Direktor des dortigen Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien)
Moderation: PD Dr. Magdalena Saryusz-Wolska (DHI Warschau)


Mittwoch, 11. Oktober 2017
9:00 – 10:30 Uhr: Heldenverehrung und Repression: Geschichtspolitik in Ungarn
Prof. Dr. Andrea Peto (CEU Budapest)
Dr. Éva Kovács (Wien)
Prof. Dr. Joachim von Puttkamer (Jena)
Moderation: Eszter Kiss (ZZF Potsdam)

11:00 – 12:30 Uhr: Alt-neue Nationalismen
Dr. Dilek Güven, Türkei (TU Berlin)
Dr. phil. Kristiane Janeke, Weißrussland (Berlin)
Dr. Mischa Gabowitsch, Rußland (Potsdam)
Moderation: Dr. Sergey Lagodinsky (Böll-Stiftung Berlin)

13:30 –14:30 Uhr: Autoritäre Traditionen und Neuanfänge
Dr. Eva-Clarita Pettai, Estland (Jena)
Jakub Jareš, Tschechien (Prag)
Moderation: Eva van de Rakt  (Böll-Stiftung Berlin)

15:00 – 16:30 Uhr: Geschichtspolitiken im Zeichen des westlichen Populismus
Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Bundesrepublik
Prof. Dr. Heidemarie Uhl (Wien), Österreich
Dr. Andreas Etges (München), USA
Moderation: Dr. Marianne Zepp (Böll-Stiftung Berlin)

16:30 – 17:00 Uhr: Abschlussdiskussion

Anmeldung bitte bis zum 05. Oktober: Aufgrund einer Systemumstellung können Sie sich momentan nur per E-Mail anmelden - anmeldung@boell.de. Bitte geben Sie genau an, für welchen Tag Sie sich anmelden möchten.

Fachkontakt:

Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), boesch@zzf-potsdam.de; Dr. Marianne Zepp, Referentin für Zeitgeschichte, zepp@boell.de