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Nachwuchsverantwortliche der Sektion Historische Bildungsforschung der Deutschen Gesellschaft für Erziehungswissenschaft (DGfE) - Bernhard Hemetsberger (Wien), Marcel Kabaum (Berlin) & Sarah Wedde (Kassel)
27.09.2018–28.09.2018, Institut für Bildungswissenschaft / Universität Wien, Sensengasse 3a, 1090 Wien, Österreich
Deadline: 30.05.2018

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27.11.2017 13:38

Konferenz: Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa

Aktuell: Hier finden Sie den Tagungsbericht zur Konferenz Geschichtspolitik und neuer Nationalismus im gegenwärtigen Europa

 

Datum: 10./11.10.2017

Ort: Böll-Stiftung, Schuhmannstr. 8, 10117 Berlin

Organisation: Prof. Dr. Frank Bösch, Zentrum für Zeithistorische Forschung, Potsdam
Dr. Marianne Zepp, Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin

in Kooperation mit dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD)

Die Geschichtspolitik ist in den letzten Jahren in vielen Ländern Europas in Bewegung geraten. Durch den neuen Nationalismus hat die Geschichte für die Legitimation politischer Positionen an Bedeutung gewonnen und staatliche Instanzen greifen immer stärker in Geschichtsdeutungen ein. Von Polen bis hin zur Türkei werden nationalistische Lesarten gefördert, die die Erfolge des eigenen Landes und der heimischen Kultur unterstreichen sollen. Die Interventionen gegen das Museum des Zweiten Weltkriegs oder auch gegen die Central European University (CEU) zeugen 2017 davon. Der auch im Westen erfolgreiche Rechtspopulismus erhebt zunehmend ähnliche Forderungen.
Das Symposium diskutiert diese aktuellen Geschichtspolitiken im europäischen Vergleich. Historiker_innen aus den jeweiligen Ländern debattieren mit deutschen Expert_innen für die Regionen darüber, welche Eingriffe bestehen, welche Folgen sie haben und inwieweit sich Widerstand dagegen etabliert. Im Mittelpunkt stehen dabei direkte politische Interventionen, wie etwa Vorgaben für Museen und Gedenkstätten. Über eine Bestandsaufnahme hinaus fragt die Konferenz nach möglichen Lösungen für diese Konflikte über die Vergangenheit.

Dienstag 10. Oktober 2017
18:30-20:30 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam)/Dr. Marianne Zepp (Böll-Stiftung)

Patriotische Kampfzone: Geschichtspolitik in Polen
Prof. Dr. Pawel Machcewicz (ehem. Direktor des Museums des Zweiten Weltkriegs, Danzig)
Dr. Florian Peters (Institut für Zeitgeschichte, München/Berlin)
Prof. Dr. Krzysztof Ruchniewicz (Universität Breslau, Direktor des dortigen Willy-Brandt-Zentrums für Deutschland- und Europastudien)
Moderation: PD Dr. Magdalena Saryusz-Wolska (DHI Warschau)


Mittwoch, 11. Oktober 2017
9:00 – 10:30 Uhr: Heldenverehrung und Repression: Geschichtspolitik in Ungarn
Prof. Dr. Andrea Peto (CEU Budapest)
Dr. Éva Kovács (Wien)
Prof. Dr. Joachim von Puttkamer (Jena)
Moderation: Eszter Kiss (ZZF Potsdam)

11:00 – 12:30 Uhr: Alt-neue Nationalismen
Dr. Dilek Güven, Türkei (TU Berlin)
Dr. phil. Kristiane Janeke, Weißrussland (Berlin)
Dr. Mischa Gabowitsch, Rußland (Potsdam)
Moderation: Dr. Sergey Lagodinsky (Böll-Stiftung Berlin)

13:30 –14:30 Uhr: Autoritäre Traditionen und Neuanfänge
Dr. Eva-Clarita Pettai, Estland (Jena)
Jakub Jareš, Tschechien (Prag)
Moderation: Eva van de Rakt  (Böll-Stiftung Berlin)

15:00 – 16:30 Uhr: Geschichtspolitiken im Zeichen des westlichen Populismus
Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), Bundesrepublik
Prof. Dr. Heidemarie Uhl (Wien), Österreich
Dr. Andreas Etges (München), USA
Moderation: Dr. Marianne Zepp (Böll-Stiftung Berlin)

16:30 – 17:00 Uhr: Abschlussdiskussion

Anmeldung bitte bis zum 05. Oktober: Aufgrund einer Systemumstellung können Sie sich momentan nur per E-Mail anmelden - anmeldung@boell.de. Bitte geben Sie genau an, für welchen Tag Sie sich anmelden möchten.

Fachkontakt:

Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam), boesch@zzf-potsdam.de; Dr. Marianne Zepp, Referentin für Zeitgeschichte, zepp@boell.de