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Hans-und-Lea-Grundig-Stiftung in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden / Galerie Neue Meister, mit freundlicher Unterstützung durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung
08.12.2017, Dresden, Albertinum
Deadline: 01.12.2017

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Titel: 

Nachname: 
Waldschütz

Vorname: 
Johannes

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Kauf, Leihe, Tausch und Schenkung als Spiegel sozialer Bindungen? – Gütertransaktionen an südwestdeutsche Reformklöster des 11. und 12. Jahrhunderts

Epoche: 
  • Mittelalter

Sachgebiet: 
  • Kulturgeschichte
  • Landes- und Regionalgeschichte
  • Sozialgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Bislang wurden Güterübertragungen und insbesondere Schenkungen von der deutschsprachigen Forschung vorwiegend unter dem religiösen Aspekt gedeutet. Insbesondere die angloamerikanische Forschung hat aber auch deren soziale Bedeutung als „mechanism of social bonding“ betont. Das umfangreiche, meist durch Traditionsbücher und Chartularchroniken überlieferte Quellenmaterial der südwestdeutschen Reformklöster dient dem Promotionsprojekt als Grundlage für eine Untersuchung der Frage, inwiefern durch Gütertransaktionen soziale Bindungen zwischen Adligen und Klöstern entstanden, welche Qualität diese Bindungen annehmen konnten und wie durch diese Bindungen die Handlungen der Adligen und Klöster beeinflusst wurden. Mithilfe einer Datenbank werden die zahlreichen Güterübertragungen der voraussichtlich 15 Klöster untersucht. Auf diese Weise will das Promotionsprojekt in vier großen Sinnabschnitten eine Deutung der Güterübertragungen vorlegen. Zunächst wird danach zu fragen sein, wie die Schenkungen im Kloster überliefert wurden und welche Diskurse über Wahrnehmung und Rechtfertigung von Besitz und Gütertransaktionen im Rahmen der häufig narrativ ausgestalteten Quellen erkennbar sind. Zweitens sollen die Güterübertragungen anstatt vereinfachend als Ausdruck des Mausschen Gabentauschparadigmas verstanden zu werden als „contested constructions of social transactions“ betrachtet werden. Es rücken also Begrifflichkeiten und Konzepte der Güterübertragungen, die daran beteiligten Personen und Institutionen, der zeitliche und räumliche Ablauf des Übertragungsakts sowie etwaige Konflikte um die Güterübertragungen in den Blickpunkt. Ein drittes Kapitel versucht anhand semantischer Betrachtungen und der Untersuchung verschiedener Ablaufmuster, Idealtypen verschiedener Gütertransaktionen voneinander abzugrenzen und diskutiert, ob und inwiefern sich diese hinsichtlich ihrer sozialen Bedeutung unterscheiden. Ein letztes Kapitel will diese Ergebnisse auf die sozialen Bindungen zwischen Adligen anwenden. Dabei ist sowohl die Bedeutung verwandtschaftlicher, insbesondere kognatischer Bezüge für das Tradierungsverhalten zu untersuchen als auch zu diskutieren, ob sich in Güterübertragungen adlige Gruppen manifestieren.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Jürgen Dendorfer

Universität: 
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Eintragsdatum: 
04.03.2015

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2018

Bemerkung: 


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