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SPP Transottomanica
12.10.2017, Gießen, Justus-Liebig-Universität Gießen, Margarete-Bieber-Saal, Ludwigstr. 34

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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Braun

Vorname: 
Matthias Klaus

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Hitlers liebster Bürgermeister - Willy Liebel (1897-1945)

Epoche: 
  • Zeitgeschichte

Sachgebiet: 
  • Landes- und Regionalgeschichte
  • Sozialgeschichte
  • Stadtgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Am Beispiel des Nürnberger Oberbürgermeisters der Jahre 1933 bis 1945, Willy Liebel, behandelt die Dissertation nicht nur die Etablierung, Stabilisierung und effiziente Herrschaftsausübung der Nationalsozialisten auf lokaler Ebene, sondern auch die administrativ gesteuerte Deformierung einer städtischen Gesellschaft im Sinne der nationalsozialistischen Rasseideologie. Mit Hilfe des biographischen Erklärungsansatzes werden die personellen Verbindungen und Strukturen bereits für die Zeit vor 1933 sichtbar, die den Aufstieg der NSDAP im lokalen Raum erleichterten. Liebel spielte hierbei organisatorisch und propagandistisch eine wichtige Rolle. In den nachfolgenden Jahren eröffneten sich für ihn als Oberbürgermeister nicht zuletzt aus seinen persönlichen Beziehungen und der herausgehobenen Stellung Nürnbergs als "Stadt der Reichsparteitage" selbst in einer totalitären Diktatur eigenständige Handlungsspielräume und Entscheidungsmöglichkeiten. Hierbei wird vor allem die kommunale Personalpolitik im Spannungsfeld zwischen ideologischen Ansprüchen und praktischen Erfordernissen ausführlich untersucht. Nicht zuletzt die Konflikte hierüber führten zur Konfrontation zwischen der lokalen Parteileitung und der nationalsozialistischen Stadtspitze, was letztlich zum Sturz des despotischen Gauleiters Julius Streichers führte. Die Darstellung von Liebels Lebensweg wird mit der Analyse seines Nachwirkens und der lokalspezifischen Erinnerungskultur an die Zeit des Nationalsozialismus in Nürnberg beschlossen. Insgesamt stellt die Arbeit einen Beitrag zu neuen Sichtweisen in der Forschung zur Stadtgeschichte im Nationalsozialismus und zur modernen historischen Biographik dar, welche struktur- und sozialgeschichtliche Erklärungsansätze aufgreift.

Betreuer/in: 
Professor Dr. Gregor Schöllgen

Universität: 
Universität Erlangen-Nürnberg

Eintragsdatum: 
16.02.2012

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2012

Bemerkung: 


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