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Stiftung Berliner Mauer und Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
08.09.2017, Berlin, Gedenkstätte Berliner Mauer, Besucherzentrum, Bernauer Straße 111, 13355 Berlin
Deadline: 01.09.2017

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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Lisner

Vorname: 
Wiebke

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

"Hüterinnen der Nation" Hebammen im Nationalsozialismus, Campus Verlag, Frankfurt a.M./New York, 2006.

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Sozialgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Nach der nationalsozialistischen Ideologie sollte die Geburtshilfe die Gefährdung von Mutter und Kind senken, um die Gesundheit des deutschen Volkskörpers zu bewahren und zu stärken. Dies galt allerdings lediglich in Bezug auf "gesunde" und "rassisch reine" Mütter. In diesem Sinne "Hüterinnen der Nation", erfuhren Hebammen seit 1933 einen Statusgewinn. Zudem wurde ihre Tätigkeit professionalisiert und rationalisiert. Neben diesem Aspekt wird der Alltag niedergelassener und in Kliniken angestellter Hebammen im ländlichen und kleinstädtischen Umfeld untersucht. Zwischen niedergelassener Hebamme und ihrer Klientel bestand vielfach ein Vertrauensverhältnis, das sich auch durch die lebensweltliche Nähe begründete. Zugleich unterstanden Hebammen der bis in ihr Privatleben reichenden Kontrolle der Amtsärzte als den Leitern der staatlichen Gesundheitsämter. Hebammen gerieten aufgrund ihres Vertrauensverhältnisses zu ihrer Klientel und durch ihren staatlichen Auftrag, zum Beispiel "erbkranke" Frauen und Neugeborene mit Behinderungen an den Amtsarzt zu meldten, teilweise in Gewissenskonflikte.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Adelheid von Saldern/ Prof. Dr. Barbara Duden

Universität: 
Hannover

Eintragsdatum: 
10.02.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2006

Bemerkung: 


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