Mitteilungen aus dem Verband

52. Deutscher Historikertag: Call for Sessions und Ausschreibung des Carl-Erdmann-Preises und des Hedwig-Hintze-Preises online

Vom 25. bis 28. September findet der 52. Deutsche Historikertag an der WWU Münster unter dem Motto...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Call for Papers: Quellen und Methoden der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter: Neue Zugänge für eine etablierte Disziplin?

Deadline: 15. Juni 2017 Georg-Eckert-Institut Braunschweig (Georg-Eckert-Institut)Deutsches...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Veranstaltungen

Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V., TU Dresden
16.11.2017–17.11.2017, Dresden, Hannah-Arendt-Institut
Deadline: 31.08.2017

RSS |  Weitere Veranstaltungen (H-Soz-u-Kult) »

Titel: 
Dr.

Nachname: 
Lisner

Vorname: 
Wiebke

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

"Hüterinnen der Nation" Hebammen im Nationalsozialismus, Campus Verlag, Frankfurt a.M./New York, 2006.

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Sozialgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Nach der nationalsozialistischen Ideologie sollte die Geburtshilfe die Gefährdung von Mutter und Kind senken, um die Gesundheit des deutschen Volkskörpers zu bewahren und zu stärken. Dies galt allerdings lediglich in Bezug auf "gesunde" und "rassisch reine" Mütter. In diesem Sinne "Hüterinnen der Nation", erfuhren Hebammen seit 1933 einen Statusgewinn. Zudem wurde ihre Tätigkeit professionalisiert und rationalisiert. Neben diesem Aspekt wird der Alltag niedergelassener und in Kliniken angestellter Hebammen im ländlichen und kleinstädtischen Umfeld untersucht. Zwischen niedergelassener Hebamme und ihrer Klientel bestand vielfach ein Vertrauensverhältnis, das sich auch durch die lebensweltliche Nähe begründete. Zugleich unterstanden Hebammen der bis in ihr Privatleben reichenden Kontrolle der Amtsärzte als den Leitern der staatlichen Gesundheitsämter. Hebammen gerieten aufgrund ihres Vertrauensverhältnisses zu ihrer Klientel und durch ihren staatlichen Auftrag, zum Beispiel "erbkranke" Frauen und Neugeborene mit Behinderungen an den Amtsarzt zu meldten, teilweise in Gewissenskonflikte.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Adelheid von Saldern/ Prof. Dr. Barbara Duden

Universität: 
Hannover

Eintragsdatum: 
10.02.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2006

Bemerkung: 


zurück zur Suche