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Pressemitteilung

20.02.2015

Deutsch-Ukrainische Historikerkommission konstituiert sich in München


Am Freitag, den 27. Februar 2015, konstituiert sich in München die deutsch-ukrainische Historikerkommission, die vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) initiiert und als Ausschuss institutionalisiert worden ist. Die Kommission soll die institutionelle Verbindung zwischen den beiden Geschichtswissenschaften stärken und die Verbreitung von Kenntnissen über die Geschichte und Kultur der Ukraine in Deutschland fördern.

Die jüngsten Ereignisse und Umbrüche in der Ukraine beschäftigen uns als Bürger, aber auch als Historikerinnen und Historiker in besonderem Maße. Im Juli vergangenen Jahres ist daher eine Delegation des Deutschen Historikerverbandes nach Kiew gereist, um seine Solidarität mit den ukrainischen Kolleginnen und Kollegen zum Ausdruck zu bringen.

Aus diesem ersten Treffen heraus hat sich auf beiden Seiten der Wunsch entwickelt, die bestehenden Verbindungen zu intensivieren. „Dies ist aus fachwissenschaftlicher Sicht wünschenswert und zugleich gesellschaftlich erforderlich,“ so der VHD-Vorsitzende Prof. Dr. Martin Schulze Wessel. „Es mangelt an einer institutionellen Verbindung zwischen den beiden Geschichtswissenschaften ebenso wie an einer Verbreitung von Kenntnissen über die Geschichte und Kultur der Ukraine in Deutschland.“ Der Historikerverband hat daher im Sep-tember 2014 die Gründung einer deutsch-ukrainischen Kommission initiiert.

Mittelpunkt des konstituierenden Treffens der Historikerkommission bilden die Vorbereitungen für die erste Konferenz, die am 28./29. Mai 2015 in Berlin in Kooperation mit dem Imre-Kertész-Kolleg Jena und der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien der LMU München stattfinden wird, sowie die Festlegung eines Arbeitsplans der kommenden Jahre.

Der deutsch-ukrainischen Kommission gehören derzeit an: Prof. Dr. Guido Hausmann, LMU München, Prof. Dr. Tanja Penter, Heidelberg, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, München, Dr. Ricarda Vulpius, Berlin/München sowie Dr. Veronika Wendland, Herder-Institut, Marburg, Prof. Dr. Polina Barvinska, Odesa, Prof. Dr. Jaroslav Hrytsak, Lviv, Prof. Dr. Juri Schapoval, Kyjiv, Dr. Igor Schchupak, Dnipropetrovsk, Prof. Dr. Sergiy Stelmakh, Kyjiv.

Im Anschluss an das Treffen, das in den Räumlichkeiten der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien an der LMU stattfindet, besteht die Möglichkeit für ein Pressegespräch. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich.

Kontakt:
Dr. Nora Hilgert, Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V., Goethe-Universität, Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt, Tel.: 0173/6624432, E-Mail: hilgert@historikerverband.de

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands ist die Interessenvertretung des Faches Geschichte gegenüber gesellschaftlichen Organisationen und staatlichen Behörden, er unterstützt die internationale Vernetzung der Geschichtswissenschaft, setzt sich für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses ein und veranstaltet im zweijährigen Rhythmus den Deutschen Historikertag. Der VHD hat zurzeit 3.000 Mitglieder.

V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Martin Schulze Wessel (Vorsitzender) / Prof. Dr. Johannes Paulmann (Schriftführer)