Mitteilungen aus dem Verband

Konferenz: Quellen und Methoden der Geschichtswissenschaft im digitalen Zeitalter

Neue Zugänge für eine etablierte Disziplin? DIGIMET 201725./26. September 2017,...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Job: Moderator/ Presenter für Geschichts- und Naturdokumentationen

Die taglicht media Film- und Fernsehproduktion GmbH sucht für ein renommiertes Format von...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Veranstaltungen

Stiftung Berliner Mauer und Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam
08.09.2017, Berlin, Gedenkstätte Berliner Mauer, Besucherzentrum, Bernauer Straße 111, 13355 Berlin
Deadline: 01.09.2017

RSS |  Weitere Veranstaltungen (H-Soz-u-Kult) »

Nach Beschluss des Ausschusses im Jahr 2009 lehnt der VHD fachfremde Ratings oder Rankings, wie sie etwa das CHE durchführt, prinzipiell ab. Zum Pilotprojekt des Wissenschaftsrates „Forschungsrating in den Geisteswissenschaften“ hingegen nimmt der Verband
anders Stellung: Er würdigt grundsätzlich das Bemühen des Wissenschaftsrates, die Geisteswissenschaften zu fördern. Besondere Anerkennung findet dabei das Anliegen, die Fachverbände aktiv bei der Verständigung über disziplinäre Standards zu beteiligen und gemeinsam disziplinspezifische Kriterien für Forschungsqualität zu erarbeiten. Dem geplanten Rating kann der Verband gleichwohl nicht zustimmen, denn die Mehrheit der historischen Institute und Seminare, die zu dieser Frage Stellung genommen hat, äußerte grundsätzliche Bedenken. Hierzu gehörten die unklaren Kriterien und die nicht absehbaren Konsequenzen eines Ratings, das als Pilotprojekt mit offenem Ergebnis konzipiert ist, dessen Repräsentativität und Reichweite daher nicht exakt bestimmt werden können. Zudem wurden Fragen der Gutachtergewinnung, des zeitlichen Mehraufwandes, der konzeptionellen Ausdifferenzierung des Faches, der Standortbedingungen oder der Besonderheiten einzelner Teildisziplinen innerhalb der Geschichtswissenschaft aufgeworfen.

Der Verband betont ausdrücklich, dass sich die deutschen Historikerinnen und Historiker ihrer Verantwortung bewusst sind, gegenüber der Öffentlichkeit Rechenschaft über ihr Tun abzulegen. Sie stellen sich seit langem Bewertungen und erkennen auch an, dass der Wissenschaftsrat nach Wegen sucht, um den derzeit dominierenden allgemeinen Evaluationen fachspezifische Verfahren der Bewertung wissenschaftlicher Leistung entgegenzusetzen. In Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden und dem Wissenschaftsrat wird sich der Historikerverband deshalb in angemessener Form an der Suche nach geeigneten Konzepten und an ergebnisoffenen Diskussionen über die Möglichkeit der Entwicklung und Messung von Qualitätsstandards in den Geisteswissenschaften beteiligen.