Mitteilungen aus dem Verband

VHD Mitglied Barbara Stollberg-Rilinger mit Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet

Barbara Stollberg-Rilinger erhielt am 23. März 2017 die Auszeichnung der Leipziger Buchmesse als...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Stipendium: 21 Promotionsstipendien Altertumswissenschaften und angrenzende Disziplinen

Doktorandenstipendien(Altertumswissenschaften und angrenzende Disziplinen)Der Exzellenzcluster 264...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Veranstaltungen

Kunstgeschichtliches Institut, Goethe-Universität Frankfurt am Main und Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München
25.10.2018–27.10.2018, Frankfurt am Main, Frankfurt am Main
Deadline: 15.05.2017

RSS |  Weitere Veranstaltungen (H-Soz-u-Kult) »

Nach Beschluss des Ausschusses im Jahr 2009 lehnt der VHD fachfremde Ratings oder Rankings, wie sie etwa das CHE durchführt, prinzipiell ab. Zum Pilotprojekt des Wissenschaftsrates „Forschungsrating in den Geisteswissenschaften“ hingegen nimmt der Verband
anders Stellung: Er würdigt grundsätzlich das Bemühen des Wissenschaftsrates, die Geisteswissenschaften zu fördern. Besondere Anerkennung findet dabei das Anliegen, die Fachverbände aktiv bei der Verständigung über disziplinäre Standards zu beteiligen und gemeinsam disziplinspezifische Kriterien für Forschungsqualität zu erarbeiten. Dem geplanten Rating kann der Verband gleichwohl nicht zustimmen, denn die Mehrheit der historischen Institute und Seminare, die zu dieser Frage Stellung genommen hat, äußerte grundsätzliche Bedenken. Hierzu gehörten die unklaren Kriterien und die nicht absehbaren Konsequenzen eines Ratings, das als Pilotprojekt mit offenem Ergebnis konzipiert ist, dessen Repräsentativität und Reichweite daher nicht exakt bestimmt werden können. Zudem wurden Fragen der Gutachtergewinnung, des zeitlichen Mehraufwandes, der konzeptionellen Ausdifferenzierung des Faches, der Standortbedingungen oder der Besonderheiten einzelner Teildisziplinen innerhalb der Geschichtswissenschaft aufgeworfen.

Der Verband betont ausdrücklich, dass sich die deutschen Historikerinnen und Historiker ihrer Verantwortung bewusst sind, gegenüber der Öffentlichkeit Rechenschaft über ihr Tun abzulegen. Sie stellen sich seit langem Bewertungen und erkennen auch an, dass der Wissenschaftsrat nach Wegen sucht, um den derzeit dominierenden allgemeinen Evaluationen fachspezifische Verfahren der Bewertung wissenschaftlicher Leistung entgegenzusetzen. In Zusammenarbeit mit anderen Fachverbänden und dem Wissenschaftsrat wird sich der Historikerverband deshalb in angemessener Form an der Suche nach geeigneten Konzepten und an ergebnisoffenen Diskussionen über die Möglichkeit der Entwicklung und Messung von Qualitätsstandards in den Geisteswissenschaften beteiligen.