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08.02.2012 13:14

Rosl und Paul Arnsberg-Preis der Stiftung Polytechnische Gesellschaft

Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main lobt dieses Jahr zum dritten Mal den Rosl und Paul Arnsberg-Preis zur Erforschung jüdischen Lebens in Frankfurt am Main aus. Die Stiftung widmet sich in ihrer gemeinnützigen Tätigkeit unter anderem der Pflege des kulturellen Erbes der Stadt Frankfurt am Main und setzt sich dabei für das Wachhalten des Geschichtsbewusstseins ein.

Der Preis wurde anlässlich des 100. Geburtstages von Rosl Arnsberg am 2. Juni 2008 gestiftet und wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Rosl und Paul Arnsberg stehen als jüdische Bürger Frankfurts für ein Lebenswerk im Dienste der Aufarbeitung und Bewusstmachung des historischen Erbes der jüdischen Bürger Frankfurts. Unermüdlich hat Paul Arnsberg in der Nachkriegszeit historische Forschungen über die Rolle der Juden in Frankfurt und Hessen angestellt und dazu Standardwerke von hohem wissenschaftlichem Rang verfasst. Seine Frau Rosl Arnsberg hat ihn dabei nachhaltig unterstützt.

Die jüdischen Bürger Frankfurts haben traditionell eine herausragende Rolle bei der Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung in der Stadt gespielt. Sie haben in hohem Maße die mäzenatische Tradition Frankfurts geprägt und aus der Mitte der Bürgerschaft heraus zahlreiche wegweisende Einrichtungen auf den Weg gebracht, die der Stadt Frankfurt in ihrer Gesamtheit von hohem Nutzen waren und den Fortschritt der Stadtgesellschaft gefördert haben. Das Bewusstsein dafür zu schärfen und die Kenntnis darüber zu mehren, ist der Zweck des Rosl und Paul Arnsberg-Preises der Stiftung Polytechnische Gesellschaft.

Der Preis wird vergeben für eine herausragende Arbeit zur Geschichte der jüdischen Bürger Frankfurts. Ausgezeichnet werden können sowohl bereits vorliegende Publikationen als auch Vorhaben in diesem Bereich. Die eingereichten Arbeiten oder Vorhaben müssen dem Standard wissenschaftlicher Methoden genügen. Die Arbeiten sollen neue Erkenntnisse über die Geschichte der Frankfurter Juden enthalten oder die Gewinnung entsprechender neuer Erkenntnisse erwarten lassen. Kandidaten können sich mit bereits verfassten Arbeiten oder mit einem geeigneten Vorhaben selbst um den Preis bewerben. Ebenso können Kandidaten von Dritten vorgeschlagen werden. Der Preis ist mit € 10.000 dotiert und wird im Rahmen eines öffentlichen Festakts vergeben. Bewerbungsschluss ist der 15. April 2012. Die Preisverleihung findet am 9. August 2012 in der Goethe–Universität Frankfurt am Main statt.
Die Bewerbungen bzw. Vorschläge sind einzureichen bei:

Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
Dr. Katharina Uhsadel
Untermainanlage 5
60329 Frankfurt am Main

Kontakt für Rückfragen:
Tel. 069 - 789 889 15
uhsadel@sptg.de
www.sptg.de

 

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