Ausschreibung: Dissertationspreis Internationale Geschichte

Die Arbeitsgruppe Internationale Geschichte (AG IG) im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) schreibt zum vierten Mal einen Dissertationspreis Internationale Geschichte aus. Damit sollen hervorragende Leistungen in Erforschung und Darstellung von Themen im weit gefassten Feld der Internationalen Geschichte anerkannt und gefördert werden. Der Preis von 1000 Euro wird jährlich für eine Dissertation in deutscher oder englischer Sprache zu einem Aspekt der Internationalen Geschichte verliehen. Bewerbungsberechtigt sind Autorinnen und Autoren, die ihre Dissertation während eines Zeitraums von nicht länger als zwei Jahren vor Ende der Anmeldefrist eingereicht und ihre mündliche Doktorprüfung an einer deutschen Universität abgelegt haben.

Das Preisgeld von 1000,- Euro stellt der Wissenschaftsverlag De Gruyter Oldenbourg zur Verfügung. Für die Preisträgerinnen und Preisträger besteht die Möglichkeit, ihre Dissertation im Verlag zu veröffentlichen.

Vorschlagsberechtigt sind der Autor, ein Betreuer, ein Verleger oder ein Mitglied der AG Internationale Geschichte. Der eingereichten Schrift ist ein Schreiben beizulegen, das die Bewerbung begründet. Das Preiskomitee wird die eingereichten Arbeiten anhand der folgenden Kriterien beurteilen:

Beitrag zur Forschung

Interpretative und analytische Qualitäten

Umgang mit Quellen und relevanter Literatur

Gliederung, Gedankenführung und darstellerische Leistung

Eine elektronische Fassung einer jeden Dissertation muss zusammen mit dem Begründungsschreiben eingereicht werden. Der Preis wird jährlich verliehen und abwechselnd auf den alle zwei Jahre stattfindenden Jahrestagungen der AG IG (in ungeraden Jahren) und den Historikertagen des VHD (in geraden Jahren) überreicht. Wenn keine der eingereichten Arbeiten die vorgegebenen Kriterien erfüllt, wird der Preis nicht vergeben.

Um eine Dissertation für den Preis der AG Internationale Geschichte 2019 vorzuschlagen, senden Sie bitte eine elektronische Fassung des Manuskripts (PDF) und ein Begleitschreiben an:

Prof. Dr. Dominik Geppert

Universität Potsdam / Historisches Institut
Neuere Geschichte I
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Dominik.Geppert@uni-potsdam.de

Einsendeschluss: 15. Januar 2019

English Version

 

The Arbeitsgruppe Internationale Geschichte (AG IG) of the Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) announces the 4th Dissertation Prize in International History

 

The purpose of the award is to recognize and encourage distinguished research and writing by junior scholars of international history, broadly defined. One thousand Euros are awarded annually to an author for his or her dissertation, written in German or English, on any aspect of international history. Authors must have completed their dissertation defense at a German university within two years prior to the submission deadline.

The publishing house De Gruyter Oldenbourg provides the prize money of one thousand Euros. Prize winners have the opportunity to publish their thesis as part of their program.

The author, adviser, publisher or members of the AG IG may nominate dissertations for entry in the competition. A nominating letter explaining why the manuscript deserves consideration must accompany each entry. The committee will judge manuscripts in regard to the following criteria:

contribution to scholarship

interpretative and analytical qualities

mastery of primary material and relevant secondary works

structure, organization and writing

An electronic version of each dissertation must be submitted with a letter of nomination. In odd years, the award will be announced during the AIG’s biannual conference; in even years, the award will be announced during the biannual meeting of the VHD. AG IG will not award the prize if there is no submission fulfilling the criteria established for the prize.

To nominate a dissertation for the 2019 prize, send an electronic version (pdf) of the dissertation and a letter of nomination to

 

Prof. Dr. Dominik Geppert
Universität Potsdam / Historisches Institut
Neuere Geschichte I
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
Dominik.Geppert@uni-potsdam.de


Deadline: 15 January 2019

CfP Tagung „Außenbeziehungen und Erinnerung von der Antike bis in die Gegenwart“, AG Internationale Geschichte

VeranstalterInnen: AG Internationale Geschichte; Friedrich Kießling, Caroline Rothauge (Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt), Andreas N. Ludwig (Lehrstuhl für Internationale Beziehungen, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Datum, Ort: Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt, 16. – 18. Mai 2019

Die „Arbeitsgruppe Internationale Geschichte“ im Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) veranstaltet vom 16. – 18. Mai 2019 ihre Jahrestagung zu dem Thema „Außenbeziehungen und Erinnerung von der Antike bis in die Gegenwart“.
Die Analyse von Memorialkulturen gehört zu den am intensivsten erforschten Feldern der jüngeren Geschichtswissenschaft. Dabei werden überwiegend Formen und Funktionen von Bezugnahmen auf Vergangenheit für kollektive Identitäten untersucht, wobei Fragen nach Erinnerungskonkurrenzen und -konflikten sowie nach damit verbundenen Akteuren und Legitimitätsstrategien einen zentralen Stellenwert einnehmen. Darüber hinaus haben in den letzten Jahren eine Reihe von großen Jubiläen und Gedenkjahren die erinnerungskulturelle Relevanz gerade von außenpolitischen Ereignissen auch für eine breitere Öffentlichkeit hervortreten lassen (z. B. Kriegsausbruch 1914 und weitere Stationen des Ersten Weltkrieges, europäischer Imperialismus, Westfälischer Frieden 1648).
Die Jahrestagung der AG Internationale Geschichte im VHD greift die unterschiedlichen Dimensionen der aktuellen historiographischen Erinnerungsforschung auf und setzt sie systematisch mit der Analyse von Außenbeziehungen in Verbindung. Ausdrücklich verfolgt sie dabei ein überepochales Interesse: Erwünscht sind Vorschläge von der Alten Geschichte bis zur Zeitgeschichte, die das Verhältnis von Außenbeziehungen und Erinnerungen näher beleuchten. Dabei sind wir zum einen besonders an Vorschlägen interessiert, die die Rolle von Ereignissen und Phänomenen der Außenbeziehungen in erinnerungskulturellen Prozessen untersuchen. Zum anderen soll es um Bezugnahmen auf Vergangenheit im Vollzug von Außenpolitik bzw. Außenbeziehungen gehen. Hier ist insbesondere an die Ansätze der „Neuen Diplomatiegeschichte“ sowie der „Kulturgeschichte des Außenpolitischen“ zu denken, die die Rolle von Erinnerungen bei der Formulierung von und in der gesellschaftlichen Verständigung über Außenpolitik, aber auch in Praktiken der Außenbeziehungen untersuchen. Entsprechend dem Ansatz der AG werden Außenbeziehungen dabei nicht auf Außenpolitik oder internationale Beziehungen im Sinne des 19. und 20. Jahrhunderts begrenzt, sondern umfassen ebenso Außenbeziehungen jenseits des nationalen Paradigmas. Besonders interessiert ist die Tagung schließlich an einem geographisch möglichst breiten Spektrum von Beiträgen. Der Zusammenhang von Außenbeziehungen und Erinnerungen soll keineswegs nur im europäischtransatlantischen Raum untersucht werden. Ausdrücklich willkommen sind Beiträge, die andere Weltregionen oder einen (post-)kolonialen Kontext zum Gegenstand haben.
Die Tagung findet an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Kooperation mit dem Lehrstuhl für Internationale Beziehungen statt. In den Call for Papers einbezogen sind deshalb explizit auch Vorschläge mit politikwissenschaftlicher Perspektive auf das Themenfeld Außenpolitik und Erinnern.

Im Einzelnen sind Beiträge insbesondere zu folgenden Themenfeldern denkbar:

  •  Theoretisch-konzeptionelle Beiträge zum Verhältnis von Außenbeziehungen und Erinnerungen: Dieses Themenfeld könnte Untersuchungen zur Verwendung von Begrifflichkeiten, methodologische Einblicke in bestimmte Teilbereiche oder Überlegungen zum Mehrwert interdisziplinärer Fragestellungen umfassen.
  • Außenpolitik in nationalen und internationalen Memorialkulturen: Gefragt werden kann sowohl nach dem Ort einzelner außenpolitischer Ereignisse oder Phänomene in kollektiven Gedächtnissen als auch nach dem Beitrag von Außenbeziehungen bei der Bildung, Stabilisierung oder Modifikation kollektiver Erinnerungspolitiken.
  •  Erinnerungen und außenpolitische Identitäten: Hier steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit Prozesse kollektiven Erinnerns Voraussetzung und Rahmen von außenpolitischem Handeln bieten, außenpolitische Werte und Normen formen und ggf. Handlungsmuster prägen.
  •  „Geschichte als Argument“ im außenpolitischen Entscheidungshandeln: Auf welche Aspekte von Vergangenheit wird sich in Entscheidungssituationen bezogen, wie werden sie zur argumentativen Absicherung von Entscheidungen benutzt? Inwieweit sind hierbei emotionale oder performative Aspekte mit zu berücksichtigen?
  • Welche Rolle spielen Erinnerungsprozesse in bi- oder multilateralen Beziehungen? Wann geben sie Anlass zu Konflikten, wann ermöglichen sie Verständigung? Inwieweit prägen sie die Ausbildung außenpolitischer Wertegemeinschaften und Regionalismen (der „Westen“, „Europa“, „Global South“ etc.)?
  •  Außereuropäische oder transnationale Perspektiven: Welche Akteure sind wo in welcher Form und auf welchen Ebenen beteiligt? Was sind Möglichkeiten, was Grenzen eines transnationalen Gedenkens an Internationale Beziehungen?
  •  Repräsentationen von Vergangenheit bzw. „Geschichte“ in außenpolitischen Praktiken: Hierunter fallen sämtliche Formen der Inszenierung von Vergangenheit in außenpolitischen Begegnungen (Staatsbesuche, mediale Inszenierungen, architektonische Außenrepräsentationen, Jahrestage und Jubiläen etc.).

Von InteressentInnen erbitten wir einen zweiseitigen Abstract (5.000 Zeichen) zum geplanten Vortrag sowie einen einseitigen knappen Lebenslauf. Der Abstract soll sowohl über den theoretisch-methodischen Zugriff Auskunft geben als auch über den konkreten Untersuchungsgegenstand und außerdem den Bezug des Beitrags zum übergeordneten Thema der Tagung erläutern. Bitte senden Sie den Abstract bis zum 1.10.2018 an: Friedrich.Kiessling@ku.de , Andreas.Ludwig@ku.de , Caroline.Rothauge@ku.de . Eine Übernahme der Fahrt- und Übernachtungskosten für die ReferentInnen ist vorgesehen, eine Publikation der Beiträge angedacht.

AG Internationale Geschichte veröffentlicht Tagungsband

Die erste Publikation der AG Internationale Geschichte im VHD liegt vor. Der Tagungsband der Würzburger Konferenz "Medien der Außenbeziehungen von der Antike bis zur Gegenwart", herausgegeben von Peter Hoeres und Anuschka Tischer, ist soeben bei Böhlau erschienen. Informationen finden Sie hier:

http://www.boehlau-verlag.com/978-3-412-50709-1.html