Mitteilungen aus dem Verband

Historische Forschung und Aufarbeitung soll behindert werden – VHD verurteilt das Gerichtsurteil gegen den russischen Historiker Jurij Dmitrijew

Der langwierige Prozess gegen den russischen Historiker Jurij Dmitrijew vor dem Stadtgericht von...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Calls for Participation: Befragungen zum digitalen Sommersemester 2020

1. ExpertInnenbefragung Digitales Sommersemester (EDiS), HIS-Institut für...

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Veranstaltungen

"Pilgerspuren im Norden"
Gemeinschaftsprojekt der Museen Stade und Lüneburg mit den Schwerpunkten Forschung, Ausstellung, Tourismus
28.07.2020–14.02.2021, Lüneburg und Stade, Museum Lüneburg (bis 1.11.), Museen Stade (ab 3.10.)

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Die Mitgliederversammlung des VHD hat eine Resolution zur Einrichtung von Forschungsinformationsdiensten (FID) durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) beschlossen:


Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) betont die nachhaltig positive Wirkung, welche die Einrichtung von Sondersammelgebieten (SSG) durch die DFG seit über sechzig Jahren hat. Das System, das die DFG geschaffen hat, ist international einmalig und entspricht der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland. Mit den SSG ist gewährleistet worden, dass Literatur für die Geschichtswissenschaft annähernd umfassend beschafft und standortübergreifend zur Verfügung gestellt werden konnte. Aufgrund dieser herausragenden Infrastruktur, ist Spitzenforschung ermöglicht worden. Es versteht sich dabei von selbst, dass das System der Literaturversorgung in enger Absprache mit den Fachgemeinschaften einer regelmäßigen Überprüfung bedarf. So begrüßt der Verband, dass im Zuge der Einführung der Fachinformationsdienste (FID) der Zugang zu einschlägigen elektronischen Ressourcen verbessert werden soll, wobei deren überregionale Bereitstellung für die gesamte Fachwelt, einschließlich der Studierenden, gewährleistet sein muss. Gleichzeitig unterstreicht der VHD, dass Literaturversorgung auch künftig dem Grundsatz des vorsorgenden Bestandsaufbaus verpflichtet sein muss. Die DFG sollte nach wie vor die Beschaffung gedruckter Literatur, die insbesondere in vielen außereuropäischen Ländern eine herausragende Bedeutung hat, fördern. Gerade in einer globalisierten Welt ist es erforderlich, Fachliteratur nicht nur in deutscher und englischer Sprache, sondern aus vielen verschiedenen europäischen und außereuropäischen Staaten möglichst umfassend zu sammeln. Wissenschaftliche Literaturbeschaffung darf nicht kurzatmigen projektförmigen Dreijahres-Rhythmen folgen, sondern muss nachhaltig angelegt sein.

Göttingen, 25.9.2014