Die Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit

Vor 20 Jahren fand in Gießen unter der Leitung von Günther Lottes (†) das erste Treffen der frisch konstituierten Arbeitsgemeinschaft „Frühe Neuzeit“ statt. Erklärte Ziele waren im Jahr 1995 der stärkere Dialog innerhalb etablierter und damals neuer Bereiche der Frühneuzeitforschung wie etwa den Genderstudien, der offensivere Austausch der Geschichts- mit den Kulturwissenschaften und die thematische Neuorientierung aufgrund des deutschen Einigungsprozesses auf frühe europäische Einigungsbestrebungen. Winfried Schulze forderte zudem als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft damals eindrücklich, sich gemeinsamer Fragen bewusst zu bleiben. Die inzwischen fest etablierte Tradition der zweijährlichen Arbeitstagung verweist auf ein großes Interesse an diesen gemeinsamen Fragen, einen lebendigen Dialog mit kritischen Bilanzen und methodische Selbstreflexionen der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler innerhalb unserer Forschungsepoche zu pflegen. Die bisherigen elf Arbeitstreffen sind der erfreuliche Beweis, dass das von Winfried Schulze, Heide Wunder, Hans Medick, Heinz Duchhardt, Anton Schindling, Georg Schmidt und Arno Herzig angedachte Konzept des kritischen Dialogs der Fachkolleginnen und Kollegen der Frühneuzeit über aktuelle Entwicklungen und Weichenstellungen innerhalb der Disziplin zu sprechen, ungebrochen auf große Resonanz stößt. In den letzten Jahren ist die immer stärkere aktive Einbindung des wissenschaftlichen Nachwuchses gelungen sowie seit 2015 die stärkere Internationalisierung der Arbeitstreffen erreicht worden.

 

Den derzeitigen Vorsitz der AG FNZ führt:

Prof. Dr. Hillard von Thiessen

Universität Rostock, Historisches Institut, Neuer Markt 3,18055 Rostock, Tel.: +49 381 498-2727