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09.09.2010 11:19

Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr 2008 wurde die unselbständige „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ (FVV) durch den Deutschen Bundestag gegründet. Seitdem ist die Stiftung vor allem durch politische Verwerfungen – den Austritt von Beiratsmitgliedern und die Berufung umstrittener Stiftungsratsmitglieder – in der Öffentlichkeit präsent. Ein konkretes Ausstellungskonzept für die museale Dokumentationsstätte wurde dagegen noch nicht vorgelegt.

Es ist höchste Zeit für eine fundierte wissenschaftliche Diskussion über die geplante Dauerausstellung. HistorikerInnen aus der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission, unterstützt von HistorikerInnen aus der Deutsch-Polnischen Schulbuchkommission, – also jene Gremien, die seit Jahrzehnten im internationalen Dialog die Vergangenheit Deutschlands und seiner östlichen Nachbarstaaten aufarbeiten, – haben dafür nun ein Konzept erarbeitet.

Dieses wird heute in Berlin vorgestellt und von Adam Krzeminski (Journalist und Publizist, Polityka, Warschau), Prof. Dr. Michael Wildt (HU Berlin) und Prof. Dr. Reinhard Rürup (TU Berlin) kommentiert.

Das Konzept zeigt, dass es möglich ist, eine Ausstellung zu realisieren, welche die Vertreibung der Deutschen und anderer Gruppen während des Zweiten Weltkrieges und danach darstellt und dabei, wie vom Stiftungsgesetz vorgegeben, einen Versöhnungs- und Aufklärungsauftrag erfüllt.

Ab dem heutigen Nachmittag steht das Konzeptpapier zum Download unter www.dt-ds-historikerkommission.de bereit.

Auf dem Portal www.hsozkult.de wurde ein Online-Diskussionsforum eingerichtet. Dort können Sie ab heute Abend den erarbeiteten Konzeptentwurf einsehen sowie erste Kommentare von der Präsentation in Berlin. Wir laden Sie herzlich ein, dort über die konzeptionellen Vorschläge zu debattieren.

Zudem laden wir Sie ein zu einer Diskussion über die konzeptionellen Vorschläge im Rahmen einer Sondersektion auf dem 48. Deutschen Historikertag in Berlin:

Titel der Veranstaltung: Vertreibungen ausstellen. Aber wie? - Konzeptionelle Überlegungen zur „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“

Termin: Mittwoch, 29.09.2010 von 15.15 bis 18 Uhr

Ort: (wird noch bekannt gegeben)

Podium:

- K. Erik Franzen, Collegium Carolinum, München

- Manfred Kittel, Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung

- Claudia Kraft, Universität Erfurt

- Marita Krauss, Universität Augsburg

- Martin Schulze Wessel, LMU München

- Robert Traba, Institut für Politische Studien der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Berlin

- Yfaat Weiss, The Hebrew University Jerusalem (angefragt)

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich an der Debatte um die zukünftige Dauerausstellung der Stiftung FVV beteiligen würden.

Mit besten Grüßen,

Tim Völkering

(Koordination der Initiative)