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21.10.2021 16:09

VHD verabschiedet Resolution zu befristeten Arbeitsverhältnissen und Karrierewegen von Historiker:innen in der Wissenschaft

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD) hat auf der Mitgliederversammlung am 8. Oktober 2021 eine Resolution „Die Berufswege promovierter Historikerinnen und Historiker in der Wissenschaft besser gestalten“ verabschiedet. Darin setzt sich der VHD für einen Systemwandel ein und fordert von den wissenschaftspolitischen Verantwortungsträgern, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zukunftschancen promovierter Historiker:innen in der Wissenschaft angemessen zu sichern.

Die Zahl befristet beschäftigter promovierter Historikerinnen und Historiker an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen hat in den letzten zehn Jahren immer weiter zugenommen. Dies hat insbesondere Konsequenzen für diejenigen Wissenschaftler:innen, die sich nach der Promotion für eine wissenschaftliche Laufbahn entscheiden wollen. Prekäre bzw. kurzfristig getaktete Beschäftigungsverhältnisse für Post-Docs gefährden die Qualität historischer Forschung. Zudem beeinträchtigt die mangelnde Planbarkeit die Vereinbarkeit von Wissenschaft und Familie erheblich. Die Attraktivität des Fachs Geschichte wird dadurch deutlich gemindert.

Der VHD tritt mit der Resolution „Die Berufswege promovierter Historikerinnen und Historiker in der Wissenschaft besser gestalten“ für einen Systemwandel ein und fordert die Leitungen der Universitäten und historischen Institute, von außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie die Wissenschafts-ministerinnen und -minister der Länder dazu auf, konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Zukunftschancen promovierter Historiker:innen in der Wissenschaft angemessen zu sichern. Der VHD fordert die Verantwortlichen auf, unterschiedliche Möglichkeiten zu erproben und bestehende Reformansätze konsequent weiterzuentwickeln.

In der Resolution werden handlungsleitende Grundsätze für eine vielfältige und nachhaltige Gestaltung von Berufswegen für Historikerinnen und Historiker im Wissenschaftssystem definiert. Der Einstieg in kalkulierbare akademische Forschung und Lehre muss früher als heute erfolgen. Wissenschaftskarrieren müssen in höherem Maße Historiker:innen unterschiedlicher Herkünfte offenstehen. Die Stellenstrukturen in Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sollten zugunsten einer größeren Zahl entfristeter Stellen verändert und die Stellenprofile den veränderten Anforderungen und Aufgabenstellungen für das Fach Geschichtswissenschaft angepasst werden.

Über diese Grundsätze hinaus werden in der Resolution konkrete Vorschläge formuliert, die für das Fach Geschichte zukunftsreiche Perspektiven bieten. Dazu zählen u. a. die transparente Ausschreibung von Post-Doc-Stellen und deren Vergabe durch qualifizierte Gremien, die verstärkte Einrichtung von Juniorprofessuren mit tenure track, die Entwicklung unbefristeter Beschäftigungsverhältnisse auch unterhalb der Professur sowie die Abschaffung des Wissenschaftszeitvertragsgesetz.

Die Resolution wurde auf der VHD Mitgliederversammlung am 8. Oktober 2021 mit großer Mehrheit verabschiedet. Den Textentwurf erarbeitete der VHD Unterausschuss „Befristete Arbeitsverhältnisse und Karrierewege in der Forschung“. Auf der Veranstaltung „Neue Konzepte für ein altes Problem – befristete Verträge und Karrierewege“, die im Rahmen des 53. Deutschen Historikertags am 5. Oktober 2021 stattfand, wurde der Resolutionsentwurf vorgestellt und unter großer Beteiligung der VHD Mitgliederschaft diskutiert (Vgl. Kommentar von Sebastian Kubon auf zeitgeschichte-online, 7. Oktober 2021; Kommentar von Ariane Leendertz auf dem Blog von Jan-Martin Wiarda, 15. Oktober 2021; Kommentare und Anmerkungen auf Twitter unter #vhdresolution).

Den vollständigen Text der Resolution „Die Berufswege promovierter Historikerinnen und Historiker in der Wissenschaft besser gestalten“ finden Sie hier.




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