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Titel: 

Nachname: 
Fron

Vorname: 
Christian

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Der Gelehrte auf Reisen. Zur Bedeutung des Reisens für die Pepaideumenoi des 1.-4. Jh. n. Chr.

Epoche: 
  • Alte Geschichte

Sachgebiet: 
  • Kulturgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Zunächst soll durch das Forschungsvorhaben die große Bedeutung des Reisens im Alltag kaiserzeitlicher griechischer Gelehrter herausgestellt werden. Darüber hinaus soll die Dissertation die Vielfalt der Reiseziele und der damit verbundenen Reisemotive aufzeigen, so unter anderem den hohen Stellenwert des Reisens griechischer Gelehrter für die Aufrechterhaltung der Kultur der ‚Zweiten Sophistik‘ sowie der damit verbundenen identitätsstiftenden Wirkung für die Griechen im Imperium Romanum darlegen. Damit versteht sich das Vorhaben allgemein als ein wesentlicher Beitrag zur Erforschung der Mobilität in der römischen Kaiserzeit. Im Zentrum des anfänglichen Quellenstudiums steht die Auswertung der oftmals in größerem Umfang erhaltenen Schriften zahlreicher griechischer Gelehrter des 1.-4. Jhs. n. Chr. Ergänzt werden die literarischen Quellenzeugnisse vor allem durch Inschriften und Graffiti, welche an manchen Reisezielen erhalten geblieben sind und neben dem Nachweis einer Stätte als Reisestation eines pepaideumenos oftmals zusätzlich die Motive der jeweiligen Reise angeben. Das Erkenntnisinteresse dieses Promotionsvorhabens erfordert zunächst die Gliederung der Reisen von Gelehrten nach den dem Reiseantritt jeweils zugrundeliegenden Reisemotiven, die gesondert untersucht werden müssen. Dabei werden gegebenenfalls Spezifika von Reisen bei einzelnen Gelehrtengruppen mittels eigener Unterkapitel separat behandelt. In einem zweiten Schritt wird der Stellenwert des Reisens sowie dessen Stilisierung und Instrumentalisierung innerhalb der Literatur der pepaideumenoi eingehend untersucht. Im Rückgriff auf die bisher bei der Arbeit an diesem Thema gemachten Erfahrungen ergibt sich folgende vorläufige Gliederung: Das erste Kapitel der Arbeit wird sich knapp den Rahmenbedingungen für das Reisen griechischer Gelehrter in der römischen Kaiserzeit und deren Wahrnehmung durch die Zeitgenossen widmen. In den anschließenden Kapiteln wird das Reisen nicht als Selbstzweck, sondern als ein Mittel verstanden, vom einen zum anderen Ort zu gelangen. Dabei sollen zunächst die Reisen untersucht werden, die dem Erwerb einer umfassenden Bildung dienten. Ein gesonderter Teil wird sich dann mit der Bedeutung von Reisen für die Ausübung der Profession beschäftigen. In den darauf folgenden Abschnitten wird sich die Untersuchung dem für den Gelehrten besonders bedeutsamen Aspekt des Erwerbs von Ruhm und Ehre zuwenden. Im letzten Teil der Darstellung soll die Erörterung und Erwähnung des Reisens in der sehr breitgefächerten griechischen Literatur der Kaiserzeit eingehend untersucht werden (unter Einbezug so verschiedener literarischer Gattungen wie dem Roman, der Reisebeschreibung und der ‚klassischen‘ Geschichtsschreibung).

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Peter Scholz

Universität: 
Universität Stuttgart

Eintragsdatum: 
11.01.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2014

Bemerkung: 


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