Mitteilungen aus dem Verband

VHD unterstützt "Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften"

In Bayern steht aktuell eine tiefgreifende Reform des Bayerischen Hochschulgesetzes bevor, die für...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Georg Arnhold Senior Fellowships „Bildung für Nachhaltigen Frieden“ 2022 (GEI Braunschweig)

Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) gibt die...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Titel: 
Dr.

Nachname: 
Sturm

Vorname: 
Holger

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

„Ursprünge und Entwicklung des Zisterzienserordens aus der Sicht des Konrad von Eberbach in seinem Werk ,Exordium magnum'“

Epoche: 
  • Mittelalter

Sachgebiet: 
  • Erinnerungskultur
  • Kirchengeschichte
  • Kulturgeschichte
  • Landes- und Regionalgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Überblickt man die bisherigen Bemühungen der Wissenschaft um das „Exordium magnum“ des Konrad von Eberbach, so lässt sich zum einen das Bestreben v.a. Bruno Grießers (1961) nennen, eine textkritische Ausgabe zu erstellen, zum anderen die Quelle durch kommentierte Übersetzungen einem breiteren Publikum zugänglich zu machen (Französisch: Piébourg 1998; Deutsch: Piesik 2000/2002; Englisch: Ward/ Savage 2012). Daneben existieren zumeist kürzere Abhandlungen zu einzelnen Aspekten, allgemeine Einführungen, die den Übersetzungen vorangestellt sind (McGuire; Savage), sowie eine im Jahr 2000 erschienene amerikanische Dissertation von Paul Savage mit dem Titel „History, Exempla, and Caritas in the Exordium magnum“, welche die deutsche Zisterzienserforschung bislang nicht hinreichend berücksichtigt hat. Im Rahmen des geplanten Dissertationsvorhabens sollen nach einer Darstellung des Forschungsstandes die textkritischen Untersuchungen Grießers eine Erweiterung in der Hinsicht erfahren, dass eine Kollationierung und Einordnung des Codex Eberbacensis erfolgt, was dem Editor aufgrund des Fehlens der Handschrift nicht möglich war. Hierbei gilt es übergreifend der von der Forschung in Teilen genannten, jedoch nicht ausreichend belegten These nachzugehen, dass es sich bei dem Codex Eberbacensis um das Arbeitsexemplar des Verfassers Konrad von Eberbach handelt. Was den Verfasser selbst betrifft, so werden in den Einführungen zu der Quelle zwar dessen Eintritt in Cluny sowie Wechsel nach Eberbach dargestellt und seine für die Abfassung des Werkes verwendeten Vorlagen nachgewiesen, es wurde bislang jedoch noch nicht aufgezeigt, wie genau Konrad von Eberbach kompiliert. Auch wurden noch nicht hinreichend Konrads Bildung, Sprache, Stil sowie Causae scribendi untersucht. Vereinfacht ausgedrückt geht es also darum zu untersuchen, wo Konrad von Eberbach „greifbar“ ist, da über diesen Eberbacher Abt bislang kaum etwas bekannt ist. Konrad von Eberbach und dessen Leser-/ Hörerschaft gehörten einer Generation an, die ihrer charismatischen Leitfigur Bernhard von Clairvaux entbehren musste und deutlich auf das Wachstum bzw. die Entwicklung des Ordens schauen konnte und angesichts zeitgenössischer Entwicklungen wie dem Aufkommen neuer Orden (Konrad von Eberbach stirbt 1221) musste. Damit stellt sich die Frage nach zisterziensischem Selbstverständnis und Traditionsbildung. Hierauf geht die von Paul Savage verfasste Dissertation in Teilen ein, jedoch können dessen Beobachtungen eine Erweiterung u.a. in der Hinsicht erfahren, dass die Darstellung des „Exordium magnum“ mit derjenigen des „Dialogus miraculorum“ verglichen und damit untersucht wird, in welcher Weise generationelle Besonderheiten thematisiert und reflektiert werden.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Tebruck/ Prof. Dr. Rösener

Universität: 
Justus-Liebig-Universität Gießen

Eintragsdatum: 
03.01.2015

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2019

Bemerkung: 
Die Promotion ist abgeschlossen und die Publikation wird 2019 erscheinen.


zurück zur Suche