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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Ahrens

Vorname: 
Michael

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Die Briten in Hamburg. Besatzerleben 1945-1958

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Landes- und Regionalgeschichte
  • Militaergeschichte
  • Sozialgeschichte
  • Stadtgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

„Besatzer in einer fremden Stadt – die Briten in Hamburg (1945-1949)“ ist die erste um-fassende Studie für die gleichnamige Besatzungszone, in der die Organisation, der Umfang und der Alltag der Besatzung und ihrer Protagonisten sowie die britisch-deutsche Zusammenarbeit in einen Gesamtzusammenhang gestellt wurden. Im Vordergrund stehen Beschreibung, Aufbau und Analyse des eigentlichen Innen- und Eigenlebens der Besatzung. Erstmals wird die innere Verfasstheit der „britischen Gemeinde“ in ihren vielschichtigen Facetten, Vorzügen, Konflikten und Problemen am Beispiel Hamburgs dargestellt. Zusätzlich wird die kaum erforschte, unmittelbare erste Phase der Besatzung im Mai 1945 beleuchtet, zu der auch vereinzelte Verge-waltigungen, Plünderungen und Raubzüge britischer Soldaten gehörten. Detailliert werden die britische Organisation und Infrastruktur wie etwa die Garnison, die Wohnviertel, eigene Schulen und Buslinien, die „Operation Union“, in deren Zuge Frauen und Kinder nach Hamburg kamen und auch das Klubsystem untersucht. Hinzu kommen Aspekte des Alltags- und Freizeitlebens der Besatzungsangehörigen wie etwa Disziplinlosigkeiten, das (britisch-deutsch) Liebesleben und auch britisch-deutsche Kontakte in Klubs und Vereinen. Hamburg selbst war aus britischer Sicht in vielerlei Hinsicht sehr speziell: Nie zuvor hatten Soldaten des Vereinigten Königreichs eine Stadt dieser Größe eingenommen. Wohl kaum eine deutsche Stadt war von britischen (und amerikanischen) Bombern so zerstört worden wie Hamburg, das bei Kriegsende noch immer eine Millionenstadt und damit die größte der Besatzungszone war. Die Stadt war der Importhafen aller britischen Güter. Außerdem ballten sich in keinem anderen Ort der britischen Zone so viele militärische wie zivile Einheiten. Von der Musikhalle aus versorgte der Soldatensender „British Forces Network“ (BFN) die Besatzungszone zentral mit Musik und Unterhaltung. Und schließlich planten höchste Instanzen Ende 1945 im Rahmen des „Hamburg projects“ sogar die Verlegung des Hauptquartiers der britischen Zone an die Elbe, was jedoch letztendlich scheitern sollte.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Axel Schildt

Universität: 
Hamburg

Eintragsdatum: 
14.01.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2011

Bemerkung: 
Der Projekttitel der Dissertation lautete: "Besatzerleben in einer fremden Stadt – die Briten in Hamburg (1945-1949)".


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