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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Liniger

Vorname: 
Sandro

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

"Gesellschaft in der Zerstreuung. Soziale Ordnung und Konflikt im frühneuzeitlichen Graubünden"

Epoche: 
  • Fruehe Neuzeit

Sachgebiet: 
  • Konfliktgeschichte
  • Kulturgeschichte
  • Sozialgeschichte
  • Staatsbildung

Zusammenfassung der Promotion:

Trotz bestehender sozialer, politischer und kultureller Differenzen und trotz der schwierigen Bedingungen im Gebirge unterhalten im frühneuzeitlichen Graubünden über 50 alpine Talgemeinden zuverlässig ein Miteinander ohne Zentralinstanz und ohne Staat. Ihnen gelingt es, auch angesichts widriger Umstände – steil aufragender Berge, entlegener Täler, weiträumig gestreuter Siedlungsverbände, zerstückelter kommunaler Organisationsweisen, sprachlich-kultureller Heterogenität und komplexer konfessioneller Gemengelage – ein gemeinsames Soziales und Politisches erfolgreich zu organisieren. Ja, sie bilden gar eine dynamische Einheit und Ordnung aus, und dies ganz ohne übergeordnete Zentralmacht. Diesen auf den ersten Blick paradoxal anmutenden Befund nimmt die Untersuchung zum Anlass, um nach der spezifischen Funktionsweise einer Gesellschaft in der Zerstreuung zu fragen: Welche spezifische Logik zeichnet eine solche alternative Form der Organisation des sozialen und politischen Zusammenlebens aus? Und welche Instabilitäten und Resistenzen sind ihr zu eigen? Welche Konflikte charakterisieren sie?

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Rudolf Schlögl

Universität: 
Universität Konstanz

Eintragsdatum: 
26.04.2017

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2017

Bemerkung: 
Das Buch erscheint in Kürze in der Reihe "Bedrohte Ordnungen" im Verlag Mohr Siebeck in Tübingen.


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