Mitteilungen aus dem Verband

VHD unterstützt "Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften"

In Bayern steht aktuell eine tiefgreifende Reform des Bayerischen Hochschulgesetzes bevor, die für...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Georg Arnhold Senior Fellowships „Bildung für Nachhaltigen Frieden“ 2022 (GEI Braunschweig)

Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) gibt die...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Titel: 
Dr.

Nachname: 
Havener

Vorname: 
Wolfgang

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Imperator Augustus. DIe diskursive Konstituierung der militärischen persona des römischen Kaisers im 1. Jh. n. Chr.

Epoche: 
  • Alte Geschichte

Sachgebiet: 
  • Militaergeschichte
  • Politische Geschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Die Rolle des Kaisers als Oberbefehlshaber des Heeres stellt eine Konstante imperialer Herrschaft im Römischen Reich dar. Seit Augustus bildet die untrennbare Verbindung von Kommandogewalt und politischer Macht einen zentralen – wenn nicht den zentralen – Bestandteil der imperialen Machtbasis. An dieser Stelle setzt das Dissertationsprojekt an und verfolgt das Ziel, aus diskursanalytischer Perspektive die Nutzung des besonderen Verhältnisses zwischen Kaiser und Heer im Rahmen der Herrschaftslegitimation und -repräsentation des 1. Jh. n. Chr. sowie die Reaktionen der Adressaten dieser Legitimierungsstrategien zu untersuchen: Die Monopolisierung der Beziehungen zum Heer und der daraus resultierenden Vorteile zieht notwendigerweise eine gewisse Asymmetrie zwischen dem Kaiser und den Angehörigen der senatorischen Elite nach sich, denen die Möglichkeit genommen wird, selbst aus einem Nahverhältnis zu den Soldaten politischen Nutzen zu ziehen. Die sich hieraus ergebenden Konflikte konstituieren einen spannungsreichen Diskurs über die Beziehungen zwischen Herrscher und Heer, der sowohl seitens der Kaiser wie auch seitens der Führungsschicht rezipiert, bear-beitet und in breiter angelegte pro- und antimonarchische Diskurse integriert wird. In der Kommunikation von Kaiser und senatorischer Elite kommt den Beziehungen zwischen Herrschern und Soldaten folglich eine entscheidende Rolle zu. Die Grundlagen für eine umfassende Analyse dieser Rolle bilden sowohl die zeitgenössische Literatur, insbesondere Historiographie und Biographik, wie auch archäologische, epigraphische und numismatische Quellen.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Ulrich Gotter

Universität: 
Universität Konstanz

Eintragsdatum: 
05.01.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2016

Bemerkung: 
Die Dissertation ist Anfang 2016 veröffentlicht worden.


zurück zur Suche