Mitteilungen aus dem Verband

53. Deutscher Historikertag: Call for Sessions und Preisausschreibungen

Vom 8. bis 11. September 2020 findet der 53. Deutsche Historikertag an der LMU München unter dem...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

CfA: Postdoctoral und Senior Fellowships 2020/21, International Centre for Advanced Studies "Metarmorphoses of the Political"

Das vom BMBF geförderte International Centre for Advanced Studies „Metamorphoses of the Political“...

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Veranstaltungen

Marie Jahoda Center for International Gender Studies
25.06.2019–26.06.2019, Bochum, Ruhr-Universität Bochum
Deadline: 13.06.2019

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Titel: 

Nachname: 
Leisner

Vorname: 
Lars-Dieter

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Das Ehepaar als Arbeitspaar in der frühneuzeitlichen Diplomatie. Geschlechterrollen zwischen Hofgesellschaft und Staatsgeschäften.

Epoche: 
  • Fruehe Neuzeit

Sachgebiet: 
  • Geschlechtergeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Die Arbeit positioniert sich an der Schnittstelle der frühneuzeitlichen Diplomatiegeschichte und der Geschlechtergeschichte und befasst sich mit Leben und Wirken frühneuzeitlicher Diplomatenehepaare, die neben der häuslichen Gemeinschaft als Ehepaar eine berufliche Ge-meinschaft als Arbeitspaar bildeten. Von zentraler Bedeutung ist dabei das Konzept des ‚Arbeitspaares‘ (Heide Wunder), das beiden Ehepartnern eine Teilhabe sowohl an privaten als auch an beruflichen Belangen zuerkennt und das erstmals ausführlich in die frühneuzeitliche Diplomatiegeschichte eingebracht werden soll. Ausgehend vom diplomatischen Apparat der habsburgischen Kaiser des 17. und 18. Jahrhunderts geht es um die Neubewertung der vorherrschenden Sicht auf die Funktionsweisen und Strukturen der frühneuzeitlichen Außenbeziehungen und der dort bestehenden geschlechterspezifischen Rollenvorstellungen. Mittels einer akteurszentrierten Herangehensweise, die auf der Netzwerkanalyse beruht, sollen die personalen Netzwerke der Arbeitspaare rekonstruiert und die informellen Beziehungsstrukturen zwischen den Akteuren offengelegt werden. Dabei wird der – scheinbar naturgegebene – Faktor Geschlecht als Frage gesellschaftlicher Performanz verstanden und als ‚mehrfach relationale Kategorie‘ zu anderen Differenzkategorien in Bezug gesetzt. War die Geschlechtergeschichte der frühneuzeitlichen Außenbeziehungen bis dato einzig auf weibliche Handlungsspielräume und Rollenbilder begrenzt, bildet die Betrachtung des Diplomatenehepaars als Arbeitspaar eine inhaltliche und methodische Klammer, die beide Teile dieses Paars gleichwertig einbezieht. Dadurch kann ein zentrales Desiderat behoben und zugleich ein wichtiger Beitrag zum Verständnis der frühneuzeitlichen Gesellschaft insgesamt geleistet werden kann.

Betreuer/in: 
Univ.-Prof. Dr. Dorothea Nolde

Universität: 
Universität Wien

Eintragsdatum: 
11.04.2016

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2019

Bemerkung: 
Mein Dissertationsvorhaben, das ich im Sommersemester 2015 begonnen habe, ist eingebunden in das Forschungsprojekt 'Vom Kulturkonflikt zum Nationalkonflikt: Modalitäten und Spielräume diplomatischer Konfliktlösung in der Frühen Neuzeit (1550-1815)' an der Universität Wien unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Dorothea Nolde.


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