Mitteilungen aus dem Verband

Stellungnahme: VHD kritisiert Verfälschung historischer Fakten in Online-Medienangeboten von ARD/ZDF

[Stellungnahme als PDF] Das von ARD und ZDF getragene Online-Mediennetzwerk „Funk“ hat am 9....

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Stipendien: IEG-Stipendien für Doktorand:innen / IEG Fellowships for Doctoral Students

Das Leibniz-Institut für Europäische Geschichte (IEG) Mainz schreibt Stipendien für Doktorand:innen...

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Titel: 

Nachname: 
Stahl

Vorname: 
Andrea

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Metternich und Wellington - eine Beziehungsgeschichte

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Europaeische Geschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Das Dissertationsprojekt zu Metternich und Wellington zielt darauf ab, auf bilateraler Ebene eine Innensicht des Verhältnisses von Österreich und England zu vermitteln und entfernt sich damit von den klassischen Fragestellungen der internationalen Beziehungen. Die Untersuchung orientiert sich in der Herangehensweise an sozialen und kulturellen Aspekten, die sich aus einer parallel-biographischen Analyse der Protagonisten Metternich (für die Habsburgermonarchie) und Wellington (Großbritannien) ergeben. Dabei eröffnen sich vier Ebenen: Erstens die Erforschung eines geteilten Europabildes, das sich gemeinsamen Normen und Zielvorstellungen verpflichtet sah und weit über konkurrierende Interessen der Einzelstaaten hinausging. Zweitens teilten als Angehörige der Jahrgänge 1769 (Wellington / Napoleon) bzw. 1773 (Metternich) die Erfahrung der Revolution, der Terreur, des Zusammenbruchs der alteuropäischen Ordnung und des Kampfs gegen die imperiale Universalmonarchie Napoleons. Diese Themen verwandeln sich in dem persönlichen Austausch über fast ein halbes Jahrhundert von der aktuellen Politik zu einer geschichtspolitischen Selbstinterpretation. Drittens offenbart der Austausch geteilte grundsätzliche Überzeugungen Prinzipien der englischen und kontinentalen Verfassungsdiskussion (Katholikenemanzipation, Wahlrechtsreform, Repräsentation, Pressefreiheit, Verfassungsschutz durch Revolutionsabwehr). Viertens soll darüber hinaus die Gemeinsamkeit beider Protagonisten als Angehöriger des französisch sozialisierten, europäisch denkenden Adels, und zwar ebenso des gebürtigen Iren Wellington wie des Rheinländers Metternich analysiert werden.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Wolfram Siemann

Universität: 
LMU München

Eintragsdatum: 
19.06.2012

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
1970

Bemerkung: 


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