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Titel: 

Nachname: 
Dobias

Vorname: 
Björn

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Geschichte der deutschen Getreidemühlenwirtschaft von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Wirtschaftsgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Eine wissenschaftliche Darstellung der Geschichte der deutschen Getreidemühlenwirtschaft von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute liegt zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht vor. Das durch den Verband Deutscher Mühlen geförderte Projekt wird diese Forschungslücke nun schließen. Gegenstand der vorliegenden Dissertation ist ausschließlich die Brotgetreidevermahlung. Vermahlten im Getreidewirtschaftsjahr 1882/83 noch 58.029 Mühlen insgesamt 8,74 Mio. t Brotgetreide pro Jahr, so konzentrierten sich die 2010/11 vermahlenen 7,99 Mio. t auf 261 Mühlen. Parallel dazu ging der Pro-Kopf-Verbrauch von Roggen- und Weizenmehl von 150,8 (1878/79) auf 67,9 (2010/11) kg zurück. Die Geschichte der deutschen Getreidemühlenwirtschaft von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis heute ist somit augenscheinlich die Geschichte eines Konzentrationsprozesses und eines schrumpfenden Marktes. Eminent für diese Entwicklung waren einerseits die branchenspezifischen Veränderungen und die Produkteigenschaften des Grundnahrungsmittels Mehl. Andererseits war der Niedergang der Mühlenbranche auch ein Reflex auf die sich dramatisch verändernde wirtschaftliche und politische Umwelt. Bei dieser Faktenlage drängt sich die Frage auf, wie die Branche und ihre Interessenvertretungen auf diese Herausforderungen reagierten. Welche Anpassungsstrategien entwickelten sie und wie hoch war dabei ihre Anpassungsflexibilität? Methodisch ist die Dissertation daher als integrierte Branchen- und Verbandsgeschichte angelegt, wobei der Fokus auf der Branchengeschichte liegen soll. Die Interessenvertretungen haben demgegenüber eine dienende Funktion, sind Instrument und nicht Gegenstand der Betrachtung. Dabei steht die Frage im Mittelpunkt, inwieweit die Interessenvertretungen in den Anpassungsüberlegungen der Branche eine intermediäre Mittlerfunktion zwischen Staat und Unternehmen ausübten und ob und wenn ja in welcher Weise sie im politischen Aushandlungsprozess eine eher aktive oder passive Rolle spielten. Diese Vorgehensweise bietet gegenüber einer reinen Branchengeschichte zusätzliches Erklärungspotenzial. Die Kapiteleinteilung orientiert sich an den großen (wirtschafts-)politischen Epochen. Zu Beginn der Kapitel werden die für die Mühlenbranche wichtigsten Entwicklungstrends und Problemfelder e erörtert. Die anschließende Betrachtung der Mühlenstruktur reflektiert den Schrumpfungsprozess deskriptiv und analytisch. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage nach der quantitativ messbaren Anpassungsfähigkeit der Branche. Die Verbandssektion, in welcher die Interessenvertretungen in ihrer Funktion als ökonomische Akteure betrachtet werden, schließt den darstellenden Teil ab. In einem synthetisierenden Analysekapitel werden Branchen- und Verbandsgeschichte zusammengefasst.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Günther Schulz

Universität: 
Universität Bonn

Eintragsdatum: 
24.01.2013

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2001

Bemerkung: 


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