Mitteilungen aus dem Verband

Historische Forschung und Aufarbeitung soll behindert werden – VHD verurteilt das Gerichtsurteil gegen den russischen Historiker Jurij Dmitrijew

Der langwierige Prozess gegen den russischen Historiker Jurij Dmitrijew vor dem Stadtgericht von...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Calls for Participation: Befragungen zum digitalen Sommersemester 2020

1. ExpertInnenbefragung Digitales Sommersemester (EDiS), HIS-Institut für...

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Veranstaltungen

"Pilgerspuren im Norden"
Gemeinschaftsprojekt der Museen Stade und Lüneburg mit den Schwerpunkten Forschung, Ausstellung, Tourismus
28.07.2020–14.02.2021, Lüneburg und Stade, Museum Lüneburg (bis 1.11.), Museen Stade (ab 3.10.)

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Titel: 
Dr. des.

Nachname: 
Pawollek

Vorname: 
Christian

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

"Aber jeder muss die Literatur seiner Wissenschaft besitzen." Friedrich Gedike (1754-1803) und seine Privatbibliothek in Berlin am Ende des 18. Jahrhunderts

Epoche: 
  • Fruehe Neuzeit

Sachgebiet: 
  • Ideengeschichte
  • Kulturgeschichte
  • Stadtgeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Die Einzelstudie erschließt über den wenig bekannten Schulmann und Bildungsreformer Friedrich Gedike, geboren Mitte des 18. Jahrhunderts in der Mark Brandenburg, gestorben am Anfang des 19. Jahrhunderts in Berlin, Einblicke in den aufklärerischen Kosmos Berlins jenseits aller geistigen Höhenflüge. Gedike, Mitherausgeber der 'Berlinischen Monatsschrift', in der der Berliner Pfarrer Johann Friedrich Zöllner 1783 die Frage stellte "Was ist Aufklärung?", ist einer der Protagonisten jener intellektuellen Akteure Berlins, die mit jeweils spezifischen eigenen Interessen dennoch am Gesamtprozess der Aufklärung mitwirkten, gleichzeitig aber durchaus auch ihre eigenen persönlichen und materiellen Interessen verfolgten. Im Mittelpunkt der Arbeit steht der bislang von der Frühneuzeitforschung unberücksichtigt gebliebene Auktionskatalog der privaten Büchersammlung Gedikes. Der in dieser hervorragenden Quelle verzeichnete Buchbestand von mehreren tausend Bänden wurde systematisch analysiert und in die hier erstmals dargestellte bedeutende Privatbibliothekslandschaft Berlins um 1800 eingeordnet. Die Fragestellung zielt darauf, mit Gedike als Lupe einen sozial- und mentalitätsgeschichtlichen Beitrag zum besseren Verständnis der Aufklärungsbewegung in Deutschland, zur geistig-kulturellen Topographie Berlins und zur deutschen Bibliotheks- und Gelehrtengeschichte zu leisten. Bei der nun vorliegenden Rekonstruktion der Privatbibliothek Gedikes handelt es sich um die erste umfassende buch- und bibliothekswissenschaftliche Einzeluntersuchung einer Berliner Privatbibliothek des Zeitalters der Aufklärung.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle

Universität: 
Trier

Eintragsdatum: 
05.11.2018

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2019

Bemerkung: 


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