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Posthume Solidaritätserklärung mit Samuel Paty / Déclaration posthume de solidarité avec Samuel Paty

Im Namen des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. und auch persönlich...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Fellowship: DAAD/AICGS Research Fellowship Program in 2021

The American Institute for Contemporary German Studies (AICGS) at Johns Hopkins University is now...

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Titel: 

Nachname: 
Brammer

Vorname: 
Frauke

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Encounters. The Canadian Armed Forces in Germany, 1951-1993

Epoche: 
  • Zeitgeschichte

Sachgebiet: 
  • Kulturgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

In meinem Dissertationsprojekt geht es um eine alltagsgeschichtliche Untersuchung des Lebens auf und die Erinnerungskultur an die kanadischen NATO-Militärbasen und die zugehörigen Militärwohnsiedlungen, die zwischen 1951 und 1993 in der Bundesrepublik gebaut und unterhalten wurden. Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei die Interaktionen, Begegnungen, und Austauschprozesse mit den deutschen Gemeinden, an deren Peripherie die „Klein Kanadas“ existierten – und wie diese von den Akteuren erinnert werden. In der historiographischen Forschung sowohl in Kanada als auch in Deutschland ist die Geschichte der kanadischen Streitkräfte in Europa bisher kaum behandelt worden. Um diese Forschungslücke zu schließen, führe ich im Rahmen meines Projekts Oral History-Interviews mit einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure auf deutscher wie kanadischer Seite, die zwischen den 1950er und den 1990er Jahren im Umfeld kanadischer Militärbasen gelebt und gearbeitet haben. Zusätzlich dienen mir Memoiren, kommemorative Seiten in digitalen Medien oder existierende Oral History-Sammlungen als Quellen. Kontextualisiert werden die Egodokumente durch Akten, offizielle Veröffentlichungen von Militär, Ämtern und Behörden sowie Zeitungsartikel aus deutschen und kanadischen Archiven. Der Untersuchung liegt ein transnationaler Ansatz zu Grunde, der die soziale und kulturelle Hybridität der Begegnungen (und Nichtbegegnungen) zwischen Lokalbevölkerung und Angehörigen der kanadischen military community im semi-permeablen Grenzgebiet zwischen „Klein Kanada“ und den umliegenden deutschen Gemeinden sowie die daraus resultierende Erinnerungskultur zu verstehen sucht. In diesem Sinne versteht sich das Forschungsprojekt als ein Beitrag sowohl zur kanadischen als auch bundesrepublikanischen Nachkriegsgeschichte.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Ursula Lehmkuhl

Universität: 
Freie Universität Berlin

Eintragsdatum: 
27.06.2012

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2014

Bemerkung: 


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