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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Schäfer

Vorname: 
Jasmin

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Politisch instrumentalisiert? Untersuchungen zu Heiligtümern und Kultstätten im Syrakus der archaisch-klassischen Zeit bis zum Ende des 5. Jhs. v. Chr.

Epoche: 
  • Alte Geschichte

Sachgebiet: 
  • Stadtgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Die von mir vorgelegte Doktorarbeit mit dem Titel Politisch instrumentalisiert? Untersuchungen zu Heiligtümern und Kultstätten im Syrakus der archaisch-klassischen Zeit bis zum Ende des 5. Jhs. v. Chr. beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Erbauung von Heiligtümern und Kultstätten einen konkret nachweisbar sozio-politischen Zweck verfolgte. Die Ergründung des Zusammenspiels von Religion und Politik hat unlängst Einzug in die Diskussionen der Altertumswissenschaften erhalten: Insbesondere in den letzten Jahren sind Untersuchungen zur politischen Funktion griechischer Heiligtümer in der althistorischen und archäologischen Forschung verstärkt thematisiert worden. Dabei fällt auf, dass die Aufmerksamkeit vor allem auf der politischen Instrumentalisierung panhellenischer Heiligtümer in hellenistischer Zeit liegt. Ob es in archaisch-klassischer Zeit in den Kolonien des griechischen Westens unmittelbare und konkret erfassbare Verknüpfungen von Religion und Politik gegeben hat, habe ich am Fallbeispiel Syrakus zu beantworten versucht, zumal eine umfassende historisch-archäologische Untersuchung der Heiligtümer und Kultstätten für jene Epochen in der Forschung ein Desiderat darstellt. Dies ist wohl vor allem der problematischen Quellenlage geschuldet, die erst für die Epoche des Hellenismus wesentlich günstiger ist. Für die Frühzeit von Syrakus, etwa von der Gründung um 734 / 733 v. Chr. bis zur Errichtung der Tyrannis durch Gelon im Jahre 485 v. Chr., haben wir keine primären Zeugnisse. Lediglich einige wenige Informationen sind durch spätere Autoren überliefert. Erst mit Herodot und Thukydides sowie Bakchylides und Pindar erhellt sich unser Blick auf die in archaischer Zeit weitgehend im Dunkeln liegende sizilische Geschichte und damit die der Stadt Syrakus. Umso wertvoller sind daher die Berichte Ciceros und Diodors, deren Werken wir – trotz ihres zeitlichen Abstandes zum Geschehen – durch ihre persönlichen Ortskenntnisse glaubhafte Informationen zur Topographie entnehmen können. Für die chronologische Abfolge der historischen Ereignisse müssen wir uns grob an den bei Thukydides und Diodor zur Verfügung stehenden Angaben orientieren. Über die Lage von Heiligtümern und Kultstätten haben wir häufig nur dann Kenntnis, wenn sie im Rahmen von militärischen Belagerungen und / oder Maßnahmen zur Feindesabwehr genannt werden. In der Vernetzung mit den uns zur Verfügung stehenden literarischen Informationen kommt daher den archäologischen Zeugnissen eine grundlegende Bedeutung zu. In meiner Untersuchung habe ich mich daher auf die Beschreibung und Analyse derjenigen Heiligtümer und Kultstätten beschränkt, für deren Existenz wir archäologische Evidenz haben.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Helmut Halfmann

Universität: 
Universität Hamburg

Eintragsdatum: 
22.08.2013

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2014

Bemerkung: 


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