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Rückblick auf die Diskussionsreihe "Racism in History and Context"

Welche historischen Kontexte und Erzählungen prägen die gegenwärtigen Debatten über die...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Nachruf auf Michael Stolleis

Michael Stolleis (20.7.1941-18.3.2021) Ein Nachruf auf Michael Stolleis, den Juristen, den...

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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Herzberg

Vorname: 
Julia

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Gegenarchive. Bäuerliche Autobiographik zwischen Zarenreich und Sowjetunion

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Kulturgeschichte
  • Osteuropaeische Geschichte
  • Sozialgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Gewalttätig, naiv und stumm – nach der Aufhebung der Leibeigenschaft 1861 galt diese Charakterisierung des russischen Bauern nicht mehr. Der Bauer wurde zum Symbol für eine in Bewegung geratene Gesellschaft. In Autobiographien und Tagebüchern erzählten Bauern ihre Leben als Sklaven, Autodidakten oder religiös Erweckte und eroberten eine Leserschaft, die in diesen Texten neben dem vermeintlich „echten“ Bauern auch alternative Gesellschaftsentwürfe fand. Julia Herzberg analysiert Entstehungssituationen, Publikation und Überlieferung dieser einzigartigen Quellen bis zur Kollektivierung der 1930er Jahre, die mit der bäuerlichen Autonomie auch das Erzählen über das eigene Leben erstickte.

Betreuer/in: 
Stephan Merl, Susanne Schattenberg

Universität: 
Bielefeld

Eintragsdatum: 
23.05.2012

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2012

Bemerkung: 


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