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05.05.2019–11.05.2019, Berlin
Deadline: 06.01.2019

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Titel: 

Nachname: 
Langmaier

Vorname: 
Konstantin Moritz Ambrosius

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Albrecht VI. († 1463), Erzherzog von Österreich

Epoche: 
  • Mittelalter

Sachgebiet: 
  • Politische Geschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Albrecht VI., im 19. Jh. mit dem Beinamen „der Verschwender“ bedacht, gehört zu den stiefmütterlich behandelten Gestalten des Hauses Habsburg. 1418 als zweiter Sohn Herzog Ernsts des Eisernen und der Zimburg von Masowien geboren, kam er nach dem frühen Tod des Vaters zusammen mit seinem älteren Bruder Friedrich (III.) unter Vormundschaft. Schon bald rivalisierte er mit Friedrich um einen Anteil an der Herrschaft. Die daraus resultierenden kriegerischen Auseinandersetzungen verschafften Albrecht den Nimbus eines tatkräftigen Dynasten, der manchen im Reich im Vergleich zu seinem als träge geltenden Bruder, dessen Italienzug (1451/52) er mitorganisiert hat, als bessere Wahl für den römisch-deutschen Königsthron erschien. Sein rätselhafter früher Tod (1463) setzte ehrgeizigen Plänen ein Ende. Gesichtspunkte einer heutigen Maßstäben entsprechenden wissenschaftlichen Behandlung dieses Fürsten sind etwa seine Regierung in Ober- und Vorderösterreich; das Beziehungsgeflecht der verschiedenen regionalen Eliten, seiner Räte, Finanziers und Söldnerführer; Albrechts Aktivitäten als bedeutender Mäzen (Gründer der Universität Freiburg/Br.); seine familiären Beziehungen sowie seine angeblich unglückliche Ehe mit Mechthild von der Pfalz. Da Albrecht VI. im komplexen Spannungsfeld habsburgischer West- und Reichspolitik zeitweise eine wichtige Rolle spielte, werden auch "internationale" Aspekte behandelt, bei denen auf seine politischen Beziehungen zu Burgund, Frankreich, Savoyen und den eidgenössischen Orten eingegangen wird. In diesem Zusammenhang sollen auch seine umfangreichen politischen Aktivitäten gegenüber den schwäbischen Reichsstädten und den süddeutschen Reichsfürsten (Friedrich III., Albrecht Achilles, Ulrich von Württemberg, Jakob von Baden, Friedrich der Siegreiche, u.a.) untersucht werden. Weil der Erzherzog in seinen frühen und späteren Jahren in Innerösterreich (Kärtnen, Krain und Steiermark) und im heutigen Oberösterreich residierte, ist die Analyse seines Verhältnisses zu den österreichischen Ständen und zu verschiedenen osteuropäischen Fürsten ebenfalls von Bedeutung. Ziel der Dissertation ist es, die Biographie Albrechts unter Benutzung des reichlich vorhandenen ungedruckten Materials zu erarbeiten und damit einen weiteren Beitrag zur Erforschung der obersten Schicht politischer Akteure im Reich des 15. Jh. zu leisten.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Claudia Märtl

Universität: 
Ludwig-Maximilians-Universität München

Eintragsdatum: 
04.01.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2011

Bemerkung: 
http://www.geschichte.uni-muenchen.de/forschung/lauf_promot/maertl_claudia/langmaier_konstantin/index.html


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