Mitteilungen aus dem Verband

VHD unterstützt "Initiative Geistes- und Sozialwissenschaften"

In Bayern steht aktuell eine tiefgreifende Reform des Bayerischen Hochschulgesetzes bevor, die für...

RSS |  Weitere Mitteilungen »

Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Georg Arnhold Senior Fellowships „Bildung für Nachhaltigen Frieden“ 2022 (GEI Braunschweig)

Das Georg-Eckert-Institut – Leibniz Institut für internationale Schulbuchforschung (GEI) gibt die...

RSS |  Weitere Neuigkeiten »

Titel: 
M.A.

Nachname: 
Hachmeister

Vorname: 
Maren

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Selbstorganisation im Sozialismus: Das Rote Kreuz in Polen und der Tschechoslowakei (1945-1989)

Epoche: 
  • Zeitgeschichte

Sachgebiet: 
  • Osteuropaeische Geschichte

Zusammenfassung der Promotion:

In meiner Dissertation untersuche ich die nationalen Rotkreuzgesellschaften Polens und der Tschechoslowakei als Beispiele für Selbstorganisation im sozialistischen Staat. Bisher wird der Untersuchungszeitraum (1945-1989) als Unterbrechung traditioneller zivilgesellschaftlicher Strukturen und nicht als Kontinuität oder sogar Ursprung einer regionaltypischen Selbstorganisation behandelt. Ich hinterfrage die dichotomische Unterscheidung in staatliche Massenorganisationen auf der einen Seite und nichtstaatliche Aktivitäten im Untergrund auf der anderen Seite. Das Rote Kreuz war vielmehr ein Akteur mit sowohl staatlichen, als auch nichtstaatlichen Eigenschaften. Mit einer Tradition seit der Zwischenkriegszeit und als Teil der internationalen humanitären Rotkreuzbewegung unterschieden sich PCK (Polski Czerwony Krzyż) und ČSČK (Československý červený kříž) zudem deutlich von anderen Organisationen im Wohlfahrtsbereich. Aus vergleichender Perspektive behandele ich in meiner Arbeit die Aufgaben von den Suchdiensten und dem Jugendrotkreuz sowie die Organisation der ehrenamtlichen Blutspende. Außerdem frage ich nach Elitenwandel bzw. Elitenkontinuität in PCK und ČSČK. Meine Arbeit soll zu einer Definition von Selbstorganisation in einem System beitragen, das vermutlich weniger systemisch war, als bisher angenommen.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Martin Schulze Wessel

Universität: 
Ludwig-Maximilians-Universität München

Eintragsdatum: 
12.06.2017

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2018

Bemerkung: 


zurück zur Suche