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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Stipendien für Doktorand*innen (Leibniz-Institut für Europäische Gesschichte in Mainz)

Bewerbungsfrist: 15. Februar 2019 Forschungsaufenthalt: ab September 2019 Das Leibniz-Institut...

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Centre Marc Bloch
05.05.2019–11.05.2019, Berlin
Deadline: 06.01.2019

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Titel: 
Dr.

Nachname: 
Stuiber

Vorname: 
Maria

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Zwischen Rom und dem Erdkreis. Die gelehrte Korrespondenz des Kardinals Stefano Borgia (1731–1804), Berlin: Akademie Verlag 2012 (Colloquia Augustana, Bd. 31)

Epoche: 
  • Fruehe Neuzeit

Sachgebiet: 
  • Europaeische Geschichte
  • Kulturgeschichte
  • Mediengeschichte
  • Wissenschaftsgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Kardinal Stefano Borgia (1731‒1804) war seinen Zeitgenossen in ganz Europa nicht nur als langjähriger Sekretär der Missionskongregation (Sacra Congregatio de Propaganda Fide) bekannt, sondern vor allem als Gelehrter, Sammler und Mäzen. Am Beispiel seines weltumspannenden gelehrten Briefwechsels, der hier erstmals umfassend erschlossen und ausgewertet wird, zeigt die Dissertation Kommunikationsmöglichkeiten und -grenzen des Distanzmediums Brief in der Respublica litteraria am Ende des 18. Jahrhunderts auf. Einleitend werden der Quellenbestand und das Leben Borgias skizziert, der schon als junger Prälat seine gelehrten Interessen und Tätigkeiten nutzbringend mit seinen kirchlichen Ämtern zu verknüpfen wusste, wie sein Hauptwerk, eine dreibändigen Geschichte Benevents zeigt, die während Borgias Amtszeit als Gouverneur dieser päpstliche Exklave entstand. Auf der Grundlage des überlieferten Briefnachlasses Borgias wertet die Dissertation 1.610 an den römischen Kardinal gerichtete Briefe gelehrten Inhalts aus, die von knapp über 500 verschiedenen Absendern stammen. Es wird nicht nur die quantitative und räumliche Entwicklung seines gelehrten Korrespondenznetzwerks rekonstruiert, das sich ausgehend vom mittel- und norditalienischen Bereich ab 1770 auf ganz Europa ausdehnte und sich bis in den Fernen Osten und ins südliche Afrika erstreckte, sondern auch dessen Entstehungsbedingungen sowie die Strategien Borgias und seiner Briefpartner zur Herstellung und Aufrechterhaltung der gelehrten Briefkontakte. Unter den Gelehrtenkorrespondenzpartnern wird grundsätzlich zwischen zwei Typen unterschieden: der des eigentlichen Korrespondenten und der des Informanten. Die beispielhafte Analyse einiger Korrespondenten- und Informantenbriefwechsel illustriert die Feststellung und ermittelt die unterschiedlichen Netzwerkpositionen und -funktionen dieser Gelehrtenkorrespondenzpartner. Daneben werden auch die äußeren Kommunikationsbedingungen berücksichtigt, wie etwa die infrastrukturellen Voraussetzungen und Grenzen für den Versand von Briefen und Paketen sowie die Produktions- und Rezeptionsbedingungen. Über die Briefwechsel hinaus wird schließlich noch auf die Multiplexität der gelehrten Beziehungen Borgias verwiesen, das heißt auf die Verschränkung von Korrespondentenbeziehungen mit der Teilnahme an Borgias Tisch- und Konversationsrunden – dem Circolo Borgiano – und mit der Mitgliedschaft in der von Borgia maßgeblich geförderten Gelehrten Gesellschaft Velletris, der Accademia Volsca.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Wolfgang E. J. Weber

Universität: 
Universität Augsburg

Eintragsdatum: 
05.07.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2012

Bemerkung: 


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