Mitteilungen aus dem Verband

VHD verabschiedet Resolution zu befristeten Arbeitsverhältnissen und Karrierewegen von Historiker:innen in der Wissenschaft

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD) hat auf der...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte, 12.-14. November 2021

Das Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte findet vom 12. bis 14. November 2021 unter dem Motto...

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Titel: 

Nachname: 
Panter

Vorname: 
Sarah

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Jüdische Solidarität oder nationale Loyalität? - Die "Ostjudenfrage" während des Ersten Weltkriegs im internationalen Vergleich

Epoche: 
  • Neuere und Neueste Geschichte

Sachgebiet: 
  • Kulturgeschichte

Zusammenfassung der Promotion:

„[A]lle Juden waren einmal ‚Ostjuden‘, ehe ein Teil von ihnen westjüdisch wurde.“ Diese in Joseph Roths berühmten Zitat angedeutete allgemeine innerjüdische Konfliktlinie steht im Mittelpunkt dieses Dissertationsvorhabens und zwar während des Ersten Weltkriegs innerhalb der vier jüdischen Gemeinschaften in Deutschland, in Österreich, in Großbritannien und in den USA. Obwohl diese Konfliktlinie bereits vor 1914 bestand, erhielt sie zwischen 1914 und 1918 vor dem Hintergrund eines totalisierten Krieges, der zu einer ungeahnten Loyalitätskrise führen konnte, eine besondere Aktualität. Im Rahmen eines komparativen, transfer- und beziehungsgeschichtliche Prozesse aber miteinschließenden Ansatzes soll das Verhältnis zwischen Ostjuden und Westjuden untersucht werden. Im Speziellen bedeutet dies, dass vor allem die Frage nach Kontinuität und Wandel der Wahrnehmungen und der Bilder von Ostjuden durch die unterschiedlichen religiösen und säkularen jüdischen Strömungen in den vier Vergleichsländern im Fokus der Analyse stehen soll. Auch soll herausgearbeitet werden, inwiefern diese Deutungsmuster gleichzeitig etwas über die Veränderung westjüdischer Identitäten aussagen. Jüdische Geschichte wird hierbei als Bestandteil der allgemeinen Geschichte verstanden, da die innerjüdischen Entwicklungen nicht isoliert von allgemeinen Entwicklungen in den vier untersuchten Gesellschaften zu verstehen sind. Insgesamt soll somit ein Beitrag zur Erforschung der Stellung des Judentums in der Moderne geleistet werden, durch welche die innerjüdische Ost-West-Konfliktlinie erst konstruierbar wurde.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Jörn Leonhard

Universität: 
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Eintragsdatum: 
04.01.2011

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2013

Bemerkung: 


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