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Rückblick auf die Diskussionsreihe "Racism in History and Context"

Welche historischen Kontexte und Erzählungen prägen die gegenwärtigen Debatten über die...

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Nachruf auf Michael Stolleis

Michael Stolleis (20.7.1941-18.3.2021) Ein Nachruf auf Michael Stolleis, den Juristen, den...

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Titel: 

Nachname: 
Schmitt

Vorname: 
Tobias

Projekt-, Werk- bzw. Publikationstitel:

Das verdeckte U.S.-Engagement für eine westdeutsche Wiederbewaffnung, 1948-1955

Epoche: 
  • Zeitgeschichte

Sachgebiet: 
  • Aussereuropaeische Geschichte
  • Militaergeschichte
  • Politische Geschichte

Zusammenfassung der Promotion:

Die späten 1940er und die 1950er Jahre gelten als ‚goldene Ära‘ der verdeckten CIA-Operationen. Aufgrund fehlender Aktenfreigaben blieben die Kenntnisse über Aktivitäten in Westdeutschland jedoch bruchstückhaft. Grundlegend verändert hat sich die Quellenlage durch umfangreiche Aktenfreigaben seit der Jahrtausendwende. Jüngere Forschungsergebnisse in diesem Zusammenhang legen nahe, dass die U.S.-Regierung mithilfe ihrer Geheimdienste maßgeblich in eine der zentralen Weichenstellungen der deutschen Geschichte nach 1945 involviert war, die Bewaffnung der Bundesrepublik unter westlichen Auspizien. Im Rahmen des Forschungsprojekts werden verdeckte Operationen U.S.-amerikanischer Geheimdienste in Westdeutschland während der Phase 1948-1955 untersucht. Die Analyse konzentriert sich schwerpunktmäßig auf drei U.S.-Dienststellen: 1. Das Office of Policy Coordination (OPC), die Abteilung für verdeckte Operationen der CIA; 2. Das Office of Special Operations (OSO), die Spionageabteilung der CIA; 3. Das Counterintelligence Corps (CIC), der militärische Abschirmdienst der U.S. Army. Darüber hinaus sollen die verschiedenen Operationen zu politischen Entscheidungs- und Planungsprozessen wie auch zu den übrigen diplomatischen bzw. militärischen Anstrengungen der U.S.-Administration in Beziehung gesetzt werden. Auf diese Weise werden die U.S.-Geheimdienste als Instrumente einer transnational ausgerichteten Außen- und Deutschlandpolitik im frühen Kalten Krieg beleuchtet. Nicht zuletzt werden bisher gängige Narrative zur westdeutschen Wiederbewaffnung in Frage gestellt.

Betreuer/in: 
Prof. Dr. Ulrich Herbert

Universität: 
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Eintragsdatum: 
29.06.2017

Jahr (ggf. voraussichtliches) der Veröffentlichung: 
2020

Bemerkung: 


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