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53. Deutscher Historikertag – Im Fokus: Perspektiven für die Rückgabe von Kulturgütern und Veranstaltung mit dem israelischen Autor David Grossman

Pressemitteilung, Frankfurt am Main/München, 29. September 2021

[Pressemitteilung als PDF]

Ausgewählte Sonderveranstaltungen aus dem Programm des 53. Deutschen Historikertags sind als Livestream über die digitale Kongressplattform zu sehen. Am Donnerstag, 7. Oktober 2021, beleuchtet eine Podiumsdiskussion die Perspektiven der aktuellen Debatte um die Restitution von Kulturgütern. Am gleichen Tag findet ein Gespräch mit dem israelischen Autor David Grossman über „The Art of Storytelling and Historical Narratives“ statt.

Seit geraumer Zeit wird über die Frage diskutiert, in welchem Umfang Kulturgüter anderer Länder, die in verschiedenen historischen Kontexten in rechtlich uneindeutiger Weise erpresst, geraubt oder zwangsverkauft wurden, zu restituieren sind. Diese Debatten schlagen bisweilen hohe Wellen und werden von einer größeren Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt, zuletzt etwa die Eröffnung des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst im Berliner Humboldt Forum. Die Frage nach der Provenienz der Museumsbestände wird dringlich gestellt, wobei die Museen selbst durch neue Initiativen nach Antworten suchen. Auf dem Podium wird über mögliche Perspektiven gesprochen, mit denen die vielfältigen Problemstellungen verantwortungsvoll und in Kooperation mit den betroffenen Ländern gelöst werden könnten. Es diskutieren Andreas Eckert (Berlin), Larissa Förster (Berlin), Elisio Macamo (Basel) und Hermann Parzinger (Berlin). Die Moderation übernimmt Roland Wenzlhuemer (München). Die Podiumsdiskussion „Zur Rückgabe von Kulturgütern – Möglichkeiten und Perspektiven der aktuellen Diskussion“ findet am Donnerstag, 7. Oktober 2021, 11–13 Uhr statt.

Die Restitution von Kulturgütern und das Thema Provenienzforschung hängen eng zusammen und werden auch auf anderen Veranstaltungen des Historikertags behandelt: In einer Präsentation mit anschließender Podiumsdiskussion spricht Patrick Bahners (Köln) mit der Rechtswissenschaftlerin Sophie Schönberger (Düsseldorf) über ihr neues Buch „Was soll zurück? Die Restitution von Kulturgütern im Zeitalter der Nostalgie“. Katrin Hammerstein (Stuttgart) und Marie Muschalek (Freiburg) leiten eine Fachsektion „(Be-)Deutungskämpfe? Provenienzforschung, ihre Teilbereiche und die Geschichtswissenschaft“, die in einem interdisziplinären Podium Fachwissenschaftler:innen aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft, der Kunstgeschichte, der Ethnologie sowie dem Archiv- und dem Museumswesen zusammenbringt.

Partnerland Israel

David Grossman (Jerusalem) zählt zu den wichtigsten Schriftstellern Israels. In seinen Schriften und Reden hat er sich immer wieder für eine Verständigung zwischen Israelis und Palästinenser:innen eingesetzt. Während des Libanonkrieges 2006 rief er öffentlich zu einem Ende der Kämpfe auf – wenige Tage, bevor sein Sohn Uri im Südlibanon getötet wurde. Grossman, der u. a. mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels und dem Israel-Preis ausgezeichnet wurde, wird auf dem Historikertag im Gespräch mit Michael Brenner und Mirjam Zadoff (beide München) auf die Verbindungslinien zwischen Geschichte schreiben und Geschichten erzählen eingehen. „The Art of Storytelling and Historical Narratives. Ein Gespräch mit David Grossman” ist am Donnerstag, 7. Oktober 2021, 16–18 Uhr im Livestream des Historikertags zu sehen.

53. Deutscher Historikertag – Ein digitaler Besuch in München

Die beiden Veranstaltungen am Donnerstag, 7. Oktober, sind nur zwei von vielen Programmhighlights des 53. Deutschen Historikertags, der vom 5. bis 8. Oktober 2021 unter dem Motto „Deutungskämpfe“ digital stattfindet. Die Veranstaltungen stehen den Teilnehmer:innen nach der Anmeldung über eine digitale Konferenzplattform offen. Mehr als 450 Referent:innen aus dem In- und Ausland werden sich in rund 100 Fachsektionen zu aktuellen Forschungsthemen aller Epochen austauschen. Partnerland des diesjährigen Historikertages ist Israel. Ausrichter sind der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD), der Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) und die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Der Kongress geht auf die „erste Versammlung deutscher Historiker“ 1893 in München zurück und findet in diesem Jahr nach 1949 und 1996 zum vierten Mal in München statt. Er wird üblicherweise alle zwei Jahre ausgetragen und widmet sich drängenden Fragen in Geschichtswissenschaft und Gesellschaft. Der Kongress feiert gleichzeitig das 125-jährige Jubiläum des VHD mit der szenischen Performance „The Past and the Furious“.

Das umfangreiche Programm, Informationen zur Anmeldung und zu den Ticketpreisen sowie der Ticketshop sind auf der Kongresswebsite www.historikertag.de abrufbar. Eine Akkreditierung der Pressevertreter:innen erfolgt über den Ticketshop. Nach der Anmeldung können sich Inhaber:innen eines Tickets auf der digitalen Konferenzplatt-form des Historikertags registrieren.

Weitere Informationen und Rückfragen

PD Dr. Denise Reitzenstein
Geschäftsführung des 53. Deutschen Historikertags 2021
Ludwig-Maximilians-Universität München
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
E-Mail: info[at]historikertag.de

Dr. Leonie Treber
Geschäftsführung des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V.
Goethe-Universität Frankfurt am Main
Juridicum
Senckenberganlage 31–33
60325 Frankfurt am Main
E-Mail: info[at]historikerverband.de

Der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e. V. (VHD) ist das Vertretungsorgan der deutschen Geschichtswissenschaft in der Öffentlichkeit. Kernaufgabe des VHD ist die Organisation des Deutschen Historikertages, den er zusammen mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands alle zwei Jahre veranstaltet. Als Interessenvertretung setzt sich der VHD darüber hinaus in vielfältiger Weise für die Belange seiner Mitglieder ein und steht als Fachverband im ständigen Dialog mit Wissen-schaft, Politik und Gesellschaft. Der VHD hat zurzeit etwa 3.500 Mitglieder. Website: www.historikerverband.de.

V.i.S.d.P.: Prof. Dr. Eva Schlotheuber (Vorsitzende) / Prof. Dr. Johannes Paulmann (Schriftführer)

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