Mitteilungen aus dem Verband

Resonanz auf die Podiumsdiskussion des VHD am 14.02.2020 in Berlin

Vom Partnerverband KNHG aus den...

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Aktuelles aus der Geschichtswissenschaft

Ausschreibungsbeginn "denkmal aktiv – Kulturerbe macht Schule", Schuljahr 2019/20

Schüler erleben gebaute Geschichte und lernen so den Wert und die Bedeutung von Kulturdenkmalen...

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Veranstaltungen

Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg (PD Dr. Kirsten Heinsohn), Universität Hamburg (Prof. Dr. Angelika Schaser), Arbeitskreis Historische Frauen- und Geschlechterforschung e.V. (AKHFG)
10.10.2019–11.10.2019, Hamburg, Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg
Deadline: 30.06.2019

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NFDI4Memory

NFDI für die historisch arbeitenden (Geistes-)Wissenschaften

Auf Beschluss der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz soll im Zuge der Einrichtung einer Nationalen Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) eine deutschlandweite, strategisch ausgerichtete und nachhaltig verfügbare Infrastruktur geschaffen werden. Zuständig ist die DFG, auf deren Homepage alle Informationen zusammengefasst sind.

Die Bündelung und Strukturierung bestehender Angebote verbunden mit der Entwicklung von Zukunftsperspektiven sollen Konsortien übernehmen, denen die einzelnen Fächer oder Fachgruppen zugeordnet werden. NFDI4MEMORY will ein solches Konsortium aus historisch arbeitenden Geisteswissenschaften an den Universitäten und außeruniversitären Instituten, den Gedächtnisinstitutionen Archiv, Museum und Bibliothek sowie Infrastruktur- und Forschungseinrichtungen wie Akademien und Rechenzentren bilden. Eine NFDI für historisch arbeitende Geisteswissenschaften muss nicht nur der großen Vielfalt und Heterogenität historischer Quellen, sondern auch der historischen Tiefe ihrer Genese und wissenschaftlichen Einordnung der Forschungsdaten gerecht werden. Sie muss auch den Austausch mit anderen Disziplinen und Konsortien gewährleisten und den interdisziplinären Dialog fördern. Gleichzeitig muss sie national koordiniert und international anschlussfähig sein.

Die Steuerungsgruppe des NFDI4Memory besteht aus den Vorsitzenden und Direktor*innen folgender Institutionen: Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, Herder-Institut Marburg, Georg-Eckert-Institut Braunschweig, FIZ Karlsruhe, BSB München, Landesarchiv Baden-Württemberg sowie KultSam.

Das Konsortium NDFI4Memory adressiert alle Disziplinen der historisch arbeitenden (Geistes-)Wissenschaften und verbindet sie systematisch mit den für die Arbeit dieser Disziplinen notwendigen kulturbewahrenden Institutionen (einschließlich der Informationswissenschaften). Es sichert die hohe wissenschaftliche und gesellschaftlich relevante histo-risch-kritische Funktion der Geisteswissenschaften.

 

Ziele des Konsortiums NFDI4Memory sind

  1. Verbindung des analogen und digitalen Wissensraumes und Entwicklung einer neuen digitalen Wissensordnung: Die digital bereitgestellten Ressourcen von (Gedächtnis-)Institutionen einschließlich der Erschließungstools analog und/oder digital verwahrter Forschungsdaten sollen mithilfe einer übergeordneten Struktur der Verknüpfung (u.a. Normdaten, kontrollierte Vokabulare, Linked Data) institutionen- und disziplinenübergreifend mit der Forschung in der Art vernetzt wer-den, dass eine innovative, aber explizite d.h. hinterfragbare und anschlussfähige digitale Wissens-ordnung generiert wird.
  2. Etablierung und Gewährleistung von Qualitätsstandards: Die systematische Verknüpfung von Forschungsdaten mit Quellen sowie Informationen zu Kontext, Nutzung, Rechten und Lizenzen ermöglicht eine prinzipielle Überprüfbarkeit von Forschungsdaten aller Art (Datenqualität), auf-bauend auf einem Forschungsdatenmanagement nach den FAIR-Prinzipien. Weiterhin soll die Etablierung eines eigenen Rezensionssystems für digitale Angebote die kritische Würdigung von digitalen Forschungsergebnissen durch die jeweiligen Fachcommunities gewährleisten. Die Ent-wicklung und Etablierung eines solchen Rezensionssystems wird von NFDI-weiter Relevanz sein.
  3. Sicherstellung von Standards, eines nachhaltigen Hostings und Entwicklung neuer digi-taler Dienste: Konsortium leistet technische wie inhaltliche Beratung und Weiterbildung für For-schende sowie dauerhafte Gewährleistung der (Nach-)Nutzbarkeit ihrer Forschungsdaten, die im Zuge wissenschaftlicher Projekte oder Erschließungsarbeiten von historischen Text-, Bild- oder Sachquellen sowie digital-born Dokumenten entstehen, durch standardisiertes (semantisches) Framework und dezentrales Hosting. Das innovative Po¬tential einer wissenschaftsgeleiteten inter-disziplinären Verknüpfung von (geistes- wie naturwissenschaftlichen) Forschungsdaten muss durch die Entwicklung neuer Analysetools begleitet werden.
  4. Forschungsmotor und Karriereförderung: Dezentrales Netzwerk unterstützt, begleitet und sichert fachlich-methodische Innovationen der digitalen Analyse aufbauend auf den Methoden der historischen Quellenkritik, die als digitale Quellenkritik neu entwickelt werden soll. Dabei müssen forschungsgestützt mediale, rechtliche und ethische Probleme adressiert werden, die auch auf hypertextuelle Strukturen und digital born-Quellen aller Art anwendbar sind. Eng verknüpft wird dies mit der Unterstützung von neuen Karrierewegen, best-practice-Beispielen der Kompetenz-vermittlung im Bereich data literacy und der Beratung von Lehre und Anwendung/Transfer.

Die Ziele des NFDI4Memory sollen in enger Kooperation mit den Konsortien NFDI4Text+ und NFDI4Culture verfolgt werden.

Struktur des Konsortiums NFDI4Memory

Konsortialpartner (siehe unten), Geschäftsstelle mit Beratung- und Servicefunktion, Wissenschaft-licher Beirät

 

Partner des Konsortiums NFDI4Memory

Kulturbewahrende Institutionen: Archive – Bibliotheken – Sammlungen – Museen
Fachwissenschaft: Universitäten – Akademien – Außeruniversitäre Institute – Fachgesellschaf-ten/Verbände/Vereine

 

Institutionen der Informationsinfrastruktur (Anbieter und Betreiber)

Rechenzentren – Akademien – Max Weber Stiftung – Außeruniversitäre Institute (ibs. der Leibniz-Gemeinschaft)