AG KI hat ihre Arbeit aufgenommen

5. Mai 2026

Am 15. April 2026 hat sich die AG KI im Verband der Historiker und Historikerinnen (VHD) konstituiert. Die AG besteht aus den Vorstands- und Ausschussmitgliedern Christoph Dartmann, Christian Hoffarth, Ursula Lehmkuhl, Christoph Mauntel, Inken Schmidt-Voges und Claudia Tiersch sowie Christiane Weber für die VHD-Geschäftsstelle. Gemeinsam möchten sie mit dem Verband Antworten auf zentrale Fragen rund um die Chancen und Herausforderungen digitaler Entwicklungen finden. Im ersten Schritt erstellen sie ein Positionspapier zu den Folgen von KI für das Berufsfeld von Historiker:innen. „KI erweitert schon heute das methodische Repertoire der historischen Forschung erheblich, aber sie wird die Kompetenzen von uns Historiker:innen nicht ersetzen. Beide Seiten wollen wir als AG und VHD stark machen“, so der Co-AG-Sprecher Christoph Dartmann.

Neben dem Fokus auf Berufsfelder gibt es zwei weitere Themenbereiche, denen sich die AG widmen wird. Zum einen ist dies der Einsatz von KI in der universitären Lehre und damit verbundene prüfungsrechtliche Aspekte. Zum anderen wird auch die Weiterentwicklung der historischen Propädeutik im Sinne einer historischen Datenkritik entscheidend sein. Ursula Lehmkuhl, Vertreterin von NFDI4Memory, dem Konsortium für die historisch arbeitenden Geisteswissenschaften, und AG-Mitglied, fasst die Ausgangssituation zusammen: „Wir müssen darüber nachdenken, ob klassische Prüfungsformate neu konzipiert oder abgelöst werden müssen. Dabei dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren, dass die Vermittlung kritischer und reflexiver Kompetenzen für das Geschichtsstudium gerade angesichts der Herausforderungen von KI-generierten historischen Inhalten zentral bleibt.“

Die AG plant die zeitnahe Veröffentlichung eines Positionspapiers zu KI in den historischen Berufsfeldern. Weitere Themen folgen und werden auch beim Tag der Geschichtswissenschaft in Heidelberg (ehemals Historikertag) im September 2027 präsent sein.