Historische Bildung und Forschung in Gefahr – der VHD unterstützt die jüngste Stellungnahme der Konferenz für Geschichtsdidaktik und zeigt sich besorgt um die universitäre Geschichtswissenschaft

15. Juli 2026

Die Konferenz für Geschichtsdidaktik (KGD) warnt in einer aktuellen Stellungnahme vor den Gefahren für die historische Bildung – vor allem in der Schule – durch das Regierungsprogramm der AfD und setzt sich für Wissenschaftlichkeit als Fundament historischen Lernens ein. Der Vorstand des VHD unterstützt diese Stellungnahme.

Mit großer Sorge sehen wir als Fachgesellschaft zudem die geplanten Eingriffe in die universitäre Wissenschaft, wie sie sich im Regierungsprogramm der AfD in Sachsen-Anhalt darstellen:

  • Eingriffe in die Lehre: Geplant ist die Streichung von als unwissenschaftlich diffamierten Studiengängen („Gender-Studien abschaffen!“, „Postkolonialismus ist keine Wissenschaft!“).
  • Rückschritt im System: Angestrebt wird eine Rückkehr zur der alten„Universität, deren Geschicke von der Professorenschaft gelenkt wurden,“ bei gleichzeitiger Beschneidung der Mitspracherechte von Studierenden und Mitarbeitenden.
  • Gefahr für die Wissenschaftsfreiheit: Das Programm sieht eine direkte staatliche Lenkung von Haushaltsstellen, Professuren und Lehrstühlen vor, um gezielt in Forschungsschwerpunkte einzugreifen.

Diese Pläne greifen die grundgesetzlich geschützte Wissenschaftsfreiheit und die Hochschulautonomie im Kern an. Der VHD stellt sich entschieden gegen diese Forderungen und steht für Freiheit von Forschung und Lehre sowie für eine wissenschaftlich fundierte Geschichtsvermittlung.