VH|D|igital VI zu Oral History-Interviews
Bei der sechsten Veranstaltung der Vortragsreihe VH|D|igital leuchten Almut Leh und Verena Lucia Nägel die ethischen und rechtlichen Dimensionen digital zugänglicher Oral History-Interviews aus. Mit der Vorstellung eines Tools zur halbautomatischen Anonymisierung von audiovisuellen Quellen wird es diesmal auch praktische Hilfestellungen geben.
(Un)Begrenzte Einblicke in persönliche Lebensgeschichten? Ethische und rechtliche Dimensionen digital zugänglicher Oral History-Interviews
Mit Oral History-Interviews verbindet sich meist das Bild eines vertrauensvollen Zwiegesprächs zwischen Zeitzeug:innen und Forscher:innen. Doch was geschieht, wenn audiovisuelle Quellen und ihre Transkriptionen als digitale Forschungsdaten zugänglich werden? Welche ethischen und rechtlichen Fragen ergeben sich aus der digitalen Bereitstellung dieser sensiblen Materialien?
Der Vortrag skizziert zentrale ethische und rechtliche Herausforderungen und diskutiert mögliche Antworten von der Risikobewertung, über Fragen der Zugangsbeschränkung bis hin zu Strategien der Anonymisierung. Außerdem stellen die Referentinnen ein Tool vor, das es ermöglicht, audiovisuelle Interviews halbautomatisch zu anonymisieren.
Dr. Almut Leh (FernUniversität in Hagen) und Verena Lucia Nägel (Freie Universität Berlin) geben Einblicke in aktuelle Diskussionen, die sie u.a. im Rahmen ihrer Arbeit an dem Interviewportal Oral-History.Digital und im Projekt Open.Oral-History. Empfehlungen und Werkzeuge für die Risikobewertung, Anonymisierung und Bereitstellung rechtlich geschützter und ethisch sensibler audiovisueller Interviews führen.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
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